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Wirtschaft

Brussels Airlines verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen operativen Verlust von 70 Mio. €

Brussels Airlines hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen bereinigten operativen Verlust von 70 Mio. € verbucht. Entgegen einer vorherigen Ankündigung wird die belgische Fluggesellschaft und Lufthansa-Tochter deshalb ihre Flotte im Jahr 2027 nicht um zwei Airbus A330 erweitern.

Andreas Kockartz Belga
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Brussels Airlines (BA) war im ersten Halbjahr durch verschiedene externe Faktoren beeinträchtigt, darunter hohe Treibstoffpreise, der Ebola-Ausbruch in Ostafrika und Streiks außerhalb des Unternehmens, bzw. bei Subunternehmen.

Die Fluggesellschaft, die zu 100 % zur deutschen Lufthansa-Gruppe gehört, beförderte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 4,5 Millionen Passagiere auf 34.200 Flügen. Dies entspricht einem Anstieg von 8 bzw. 5,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 821 Mio. €.

Aufgrund der Unruhen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Ölpreise lagen die Treibstoffkosten für Brussels Airlines um 64 Mio. € höher als im ersten Halbjahr des Vorjahres. „Wir haben bereits einige schwierige Phasen überstanden, aber der Sommer ist nun entscheidend, wenn wir am Jahresende ein positives Ergebnis erzielen wollen“, so Finanzdirektorin Nina Öwerdieck: „Wir haben mehr Flüge als im Vorjahr. Das bedeutet, dass wir bessere Ergebnisse erzielen sollten, sofern wir den Betrieb ohne größere Störungen fortsetzen können.“

Unsichere geopolitische Lage

Brussels Airlines erklärt, dass sie „aufgrund der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Finanzzahlen, wiederholter Streiks in Belgien und der unsicheren geopolitischen Lage gezwungen ist, vorsichtig vorzugehen.“ Daher wurde entschieden, dass Brussels Airlines entgegen einer ursprünglichen Ankündigung im Jahr 2027 auf zwei zusätzlichen Airbus A330-Maschinen in ihrer Flotte vorerst verzichten wird. Die Langstreckenflotte bleibt also erstmal bei elf Airbus A330.

Im Sommer 2027 wird Brussels Airlines auch keine sogenannten Wet-Lease-Flugzeuge einsetzen. Die vier Air Baltic-Maschinen, die bis Ende Oktober von Brüssel aus operierten, werden daher im Sommer 2027 nicht mehr bei BA eingesetzt.

Die Einführung neuer Kabinen in der Langstreckenflotte, eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe, wird beibehalten. Brussels Airlines plant, diese neuen Kabinen im Laufe des Jahres 2027 für Business Class, Premium Economy Class und Economy Class einzuführen.

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