Seit 2017 bietet die Organisation „Rolling Douche“ bedürftigen Brüsselern ein mobiles Badezimmer an. So können sich Obdachlose waschen und kostenlos saubere Kleidung erhalten. Nach fast zehn Jahren nutzen täglich 45 Menschen das Angebot, insgesamt 1.666 pro Jahr, erzählt die regionale Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ zu dieser Initiative.
Brüssel: Das mobile Badezimmer „Rolling Douche“ erreicht 1.666 Menschen pro Jahr
„Wir wissen, dass eine Dusche hier für viele Menschen bedeutet, dem Alltag auf der Straße für eine Weile zu entfliehen“, sagt Julien Leclercq, Leiter der Initiative zu dem mobilen Badezimmer „Rolling Douche“: „Es ermöglicht ihnen, dem Druck und der Anspannung, die manchmal spürbar sind, für einen Moment zu entkommen.“
„Rolling Douche“ ist seit fast 10 Jahren in Brüssel aktiv und wird auch weiterhin dort bleiben: Neun von 10 Nutzern sind Stammkunden. Neben einer Dusche erhalten sie im mobilen Badezimmer saubere Kleidung und Unterwäsche sowie Kaffee, Tee oder einfach nur ein nettes Gespräch.
„Ich warte manchmal etwas länger, weil immer öfter viele Leute gleichzeitig da sind“, sagt Jan, der die Organisation seit fünf Jahren besucht. „Touristen sind manchmal überrascht, dass wir hier kostenlos duschen können. Das ist schön.“
Drei Stationen
Rolling Douche tourt wöchentlich gemeinsam mit „Bulle“, einem mobilen Waschsalon, durch die Stadt. Obdachlose können dort kostenlos ihre Kleidung waschen lassen. Montags sind beide Organisationen am Flagey-Platz in Elsene, mittwochs am Zentralbahnhof und freitags am Bahnhof Süd/Midi zu finden.
„Wir freuen uns, dass unsere Mission der Solidarität und Menschlichkeit Früchte trägt. Wir sehen es in den Gesichtern der Menschen und versuchen, ihnen so gut wie möglich zuzuhören“, resümiert Julien Leclercq.
