Der Königlich Belgische Fußballverband (KBVB/URBSFA) unterstützt die gemeinsame Erklärung der UEFA und ihrer 55 nationalen Fußballverbände gegen die geplante FIFA-Reform uneingeschränkt. Dies ist eine Reaktion auf den Vorschlag, die Eigentumsrechte an der Weltmeisterschaft und anderer FIFA-Wettbewerben für private Investoren zu.
Belgiens Fußballverband unterstützt den FIFA-Boykott der UEFA
„Der KBVB teilt die Bedenken der europäischen Fußballfamilie hinsichtlich des Inhalts des Vorschlags und der Art und Weise seiner Entstehung. Eine Entscheidung mit solch historischen und unumkehrbaren Auswirkungen auf den internationalen Fußball kann nur durch einen transparenten, inklusiven und sorgfältig gesteuerten Prozess unter umfassender Konsultation der nationalen Verbände, Konföderationen und aller am Fußball Beteiligten getroffen werden,“ heißt es dazu vom belgischen Fußballverband.
„Für den KBVB berührt diese Debatte den Kern dessen, was internationaler Fußball sein sollte. Die FIFA-Weltmeisterschaft ist weit mehr als ein kommerzielles Produkt. Sie ist eines der größten sportlichen und gesellschaftlichen Symbole der Welt, das über Generationen von Spielern, Fans, Vereinen, Ligen, nationalen Fußballverbänden und Millionen von Freiwilligen aufgebaut wurde.“
Der KBVB ist der Ansicht, dass Eigentum und Führung der wichtigsten internationalen Fußballwettbewerbe niemals den kommerziellen Interessen externer Anteilseigner unterliegen sollten. Sobald private Investoren Eigentümer solcher Wettbewerbe werden, droht das Gleichgewicht zwischen sportlichen, gesellschaftlichen und finanziellen Interessen grundlegend verschoben zu werden – mit potenziell weitreichenden Folgen für den internationalen Spielplan, die Wettbewerbsformate und die Zukunft des Weltfußballs.
KBVB-Präsidentin Pascale Van Damme stellt grundsätzliche Fragen
„Dieser Vorschlag wirft grundlegende Fragen zu Führung, Transparenz und Verantwortlichkeit auf“, so KBVB-Präsidentin Pascale Van Damme (Foto unten). „Entscheidungen mit solch weitreichenden Folgen für die Zukunft des Weltfußballs müssen in einem transparenten und sorgfältigen Entscheidungsprozess getroffen werden, der bestehende Konsultationsstrukturen respektiert und die nationalen Fußballverbände sinnvoll einbezieht.“
„Darüber hinaus liegt es in unserer Verantwortung, die Integrität, Autonomie und die grundlegende DNA des Fußballs nachhaltig zu schützen. Die FIFA-Weltmeisterschaft ist ein einzigartiges sportliches und gesellschaftliches Erbe, das im besten Interesse des Fußballs und seiner Stakeholder verwaltet werden muss. Die FIFA-Weltmeisterschaft gehört dem Fußball. Ihre Zukunft muss im Interesse des Sports – heute und für die kommenden Generationen – gestaltet werden,“ so Van Damme dazu.
