Die Kommunen auch in Flandern spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Menschenhandel. Deshalb ruft Lokaal, das Mitteilungsblatt der flämischen Städte und Gemeinden dazu auf, sich an diesem 30. Juli 2026 an der Blue Heart-Kampagne der Vereinten Nationen zu beteiligen. Indem sie ein Gebäude blau beleuchten und die Bevölkerung informieren, machen Kommunen Menschenhandel sichtbarer und fördern die öffentliche Diskussion darüber.
Menschenhandel sichtbar machen: Flanderns Städte und Gemeinden werden aktiv
Menschenhandel bleibt oft im Verborgenen
Der 30. Juli ist Welttag gegen Menschenhandel. Belgien beteiligt sich seit 2019 an der Blue Heart-Kampagne der Vereinten Nationen (UN). Diese Kampagne sensibilisiert Bürger, Unternehmen, Organisationen und Regierungen für die Realität und die Folgen des Menschenhandels.
Das diesjährige Motto lautet „Gefangen im Betrug“. Die UN möchte die Aufmerksamkeit in diesem Jahr auf eine wachsende, oft verborgene Form des Menschenhandels lenken. Opfer werden mit gefälschten Stellenangeboten oder Versprechungen von Arbeit im Ausland geködert. In Wirklichkeit landen sie in kontrollierten Umgebungen, wo sie z.B. zu Online-Betrug wie Phishing oder Dating-Betrug gezwungen werden.
Die Behörde für den Kampf gegen Menschenhandel der belgischen Bundesregierung bittet die Kommunen, am 30. Juli das Rathaus oder ein anderes Gebäude blau zu beleuchten. Dadurch erhöhen Städte und Gemeinden die Sichtbarkeit der Kampagne und machen Menschenhandel zu einem wichtigen Gesprächsthema.
Informieren Sie Bürger und Fachkräfte!
Die Kommunen stehen in engem Kontakt mit Bürgern, Unternehmern, Vereinen und lokalen Einrichtungen. Daher können sie Anzeichen von Menschenhandel schneller erkennen. Auch Sie können einen Beitrag leisten, indem Sie Bürger, Vereine und Fachkräfte über Anzeichen von Menschenhandel informieren, einschließlich neuer Formen wie Online-Betrug, so Lokaal. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Opfer schneller erkannt und unterstützt werden.
Die Zusammenarbeit mit Polizei, Kontrolldiensten, Beratungsstellen und anderen Hilfsorganisationen ist dabei unerlässlich. Die Bekanntmachung von Meldestellen und die Sensibilisierung von Bürgern und Fachkräften verstärken die Wirkung zusätzlich.
Was ist Menschenhandel und wo findet man Hilfe?
Menschenhandel ist moderne Sklaverei. Menschen beuten andere aus, um Profit zu erzielen, und kontrollieren ihre Opfer durch Täuschung, Gewalt, Drohungen oder Ausnutzung ihrer Verletzlichkeit. Jeder kann Opfer werden. Betroffene in Belgien können sich an spezialisierte Beratungsstellen wenden, um kostenlose und vertrauliche Hilfe zu erhalten.
Weitere Informationen findet man auf der Website „Stop Human Trafficking “
Quelle: Lokaal, das Magazin "für den lokalen Verwalter" in Flandern
