Belgien erhält weitere 225 Mio. € aus dem europäischen Corona-Wiederaufbaufonds. Die EU-Kommission gab die Auszahlung Anfang dieser Woche frei, nachdem sie die Fortschritte der belgischen Behörden bei den vereinbarten Reformen und Investitionen positiv bewertet hatte.
Belgien erhält weitere 225 Mio. € aus dem EU-Wiederaufbau- und Resilienzfonds
Mit der jetzt genehmigten fünften Tranche steigt die Gesamtsumme der an Belgien ausgezahlten Mittel auf 3,86 Mia. € aus dem EU-Wiederaufbaufonds. Damit hat unser Land rund 73 % der im Aufbau- und Resilienzplan vorgesehenen Fördergelder erhalten.
Die belgische Bundesregierung hatte den Antrag auf die Auszahlung der fünften Tranche dieser Fördergelder bereits im April eingereicht. Voraussetzung für die Freigabe war die Erfüllung einer Reihe von Reform- und Investitionszielen, die mit dem europäischen Wiederaufbauprogramm verknüpft sind.
Zu den von der EU-Kommission eingeforderten Bedingungen gehörte unter anderem die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs. In allen drei belgischen Gemeinschaften wird z.B. die Dieselbusflotte der regionalen ÖPNV-Gesellschaften (De Lijn in Flandern, TEC in der Wallonie und MIVB/STIB in der Hauptstadt-Region Brüssel) schrittweise durch emissionsärmere Elektro- oder Hybridbusse ersetzt.
Auch Investitionen in die Energieeffizienz von Wohngebäuden wertete die Europäische Kommission positiv. Gefördert werden unter anderem Dach- und Fassadendämmungen, der Austausch von Fenstern sowie die Modernisierung von Heizungsanlagen.
Nach Angaben der EU-Kommission tragen diese Maßnahmen nicht nur zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei, sondern senken auch die Energiekosten der Haushalte, bekämpfen Energiearmut und verbessern die Wohnqualität.
Belgien hat inzwischen fast 70 % der vereinbarten Zielvorgaben seines nationalen Wiederaufbauplans erreicht und ist damit auf dem besten Weg, um weitere Mittel aus dem europäischen Corona-Wiederaufbaufonds zu erhalten.
