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Inland
Justiz

Jugendlicher plante 2024 einen Anschlag auf die Pride von Löwen

Ein damals 18 Jahre alter Jugendlicher aus Löwen in Flämisch-Brabant soll vor zwei Jahren einen Anschlag auf die Pride-Parade in seiner Stadt geplant haben. Dies berichtet die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws und wurde gegenüber VRT NWS bestätigt. 

Andreas Kockartz
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Die Sicherheitsbehörden nahmen den damals 18-Jährigen, der aus dem Irak stammt, fest, weil er über den Chatdienst Telegram nach Waffen suchte. Ein verdeckter Ermittler gab sich damals als Waffenhändler aus.

Die Ermittlungen ergaben, dass sich der Jugendliche seiner Zeit auch für die islamistische Terrororganisation IS interessierte.

Im November wird der Verdächtige zusammen mit einem ehemaligen Klassenkameraden dem Richter vorgeführt. Bis zum Prozessbeginn befindet sich der Verdächtige gegen Kaution auf freiem Fuß.

Veranstalter und Stadt reagieren schockiert

Die Organisatoren der Pride von Löwen und auch die Stadt sind schockiert über die Enthüllung eines vereitelten Anschlags während der Pride-Parade in Leuven im Oktober 2024: „Als Organisatoren der ‚Leuven Pride‘ sind wir schockiert über die Nachricht vom möglichen vereitelten Anschlag auf die Pride-Parade 2024“, erklären UniQue Regenbooghuis und Queer Leuven. Sie verurteilen jede Form von Hass und Gewalt und danken den Sicherheitskräften für ihre Arbeit. Die nächste Ausgabe findet im September 2026 wie geplant statt.

Die Organisatoren stehen in engem Kontakt mit der Stadt, der Polizei und den Rettungsdiensten, um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. Darüber hinaus fordern sie die flämische und die föderale Regierung auf, die notwendigen Präventivmaßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit aller Pride-Veranstaltungen in unserem Land zu gewährleisten. Auch die Stadt Leuven betont die Bedeutung der Pride: „Pride-Veranstaltungen sind notwendiger und wichtiger denn je. Pride war nie eine bloße Feier. Sie war traditionell eine Protestbewegung für gleiche Menschenrechte“, so die Stadt.

Das Rathaus sendet eine Botschaft der Solidarität an die LGBTQI+-Community in der Stadt und darüber hinaus: „Wir stehen zusammen. Solidarität ist die stärkste Antwort auf Hass und Spaltung.“ 

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