Die verschiedenen Medienminister in Belgien haben in einer gemeinsamen Erklärung eine Forderung vereinbart, mit der die EU-Kommission dazu aufgefordert werden soll, von den Autoherstellern zu verlangen, dass Neuwagen auch in Zukunft serienmäßig mit Radioempfang ausgerüstet werden sollen. Dies meldeten die frankophone Tageszeitung La Meuse und der belgische Rundfunk in deutscher Sprache, BRF, vor einigen Tagen.
Belgiens Medienminister wollen eine Pflicht für Autoradios einführen
Die drei Medienminister fordern von der EU, dass Neuwagen auch in Zukunft serienmäßig mit einem Autoradio ausgestattet werden.
Die Medienministerinnen und -minister Cieltje Van Achter (flämische Nationaldemokraten), Jacqueline Galant (frankophone Liberale) und Gregor Freches (deutschsprachige Liberale) wollen mit ihrer gemeinsamen Position bei den Verhandlungen über den europäischen Digital Networks Act ganz Belgien vertreten.
Hintergrund für diesen Ansatz ist die Sorge, dass Autohersteller die klassischen Autoradios durch reine Streaming-Angebote ersetzen könnten. Damit würde den Autofahrern eine wichtige Informationsquelle vorenthalten. Gregor Freches, der für die Medien in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) in Ostbelgien zuständig ist, sprach von einem „starken Signal“ aus Richtung Belgien an Europa.
Radio müsse auch künftig frei und unkompliziert empfangbar bleiben - ohne App, ohne Abo und ohne mobilen Datenverbrauch. Das sei nicht nur im Interesse der Hörer, sondern auch der regionalen Radiosender, so Freches.
