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Inland
Wirtschaft

Volvo will weiter in Gent investieren, Flandern fördert mit 119 Mio. Euro

Der Autobauer Volvo Cars hat sich zu neuen Investitionen in seinem Werk in Gent verpflichtet. Zu diesem Zweck unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit den flämischen und föderalen Behörden. Im Gegenzug kann Volvo auf ein Unterstützungspaket von bis zu 119 Millionen Euro hoffen. 

Martina Luxen
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Anfang Juni hatte die flämische Regierung vorgeschlagen, bis zu 119 Millionen Euro an Fördermitteln bereitzustellen, um den Standort von Volvo Cars Gent langfristig zu sichern. Daraus ist nun eine Absichtserklärung hervorgegangen, in der sich Volvo zu „strategischen Investitionen“ am Standort Gent bekennt. Die öffentlichen Gelder werden jedoch nur ausgezahlt, wenn der Hersteller diese Investitionen tatsächlich umsetzt. 

Nach Angaben von Volvo sollen die Investitionen dazu beitragen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Werks Gent zu stärken, die künftige Auslastung der Fabrik sicherzustellen, und die industrielle Produktion am Standort dauerhaft zu sichern. 

Auch Fahrzeuge anderer Marken möglich 

Volvo prüft dabei insbesondere die Möglichkeit, künftig in Gent auch Fahrzeuge anderer Marken zu montieren. Der chinesische Mutterkonzern Geely besitzt neben Volvo mehrere weitere Automarken, darunter: Polestar, Lynk & Co und Zeekr. Eine solche Diversifizierung könnte die Zukunft des Werks zusätzlich absichern. 

„Positives Signal für die belgische Autoindustrie“ 

Bart Steukers, Generaldirektor des Technologieverbands Agoria, begrüßte die Vereinbarung: „Dies ist ein wichtiger erster offizieller Schritt für die Zukunft von Volvo Car Gent und ein ermutigendes Signal für unsere gesamte Automobilindustrie.“ 

Weiter erklärte er: „Diese Vereinbarung zeigt, dass Belgien wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn Unternehmen, Behörden und Sozialpartner gemeinsam an einem starken industriellen Rahmen arbeiten.“ 

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds umfasst die belgische Automobilindustrie laut Agoria weiterhin mehr als 450 Unternehmen und rund 42.000 Arbeitsplätze. Die Vereinbarung mit Volvo wird daher als wichtiges Zeichen für die Zukunft des belgischen Automobilstandorts gewertet – insbesondere nach der Schließung von Audi Brussels und den anhaltenden Herausforderungen für die europäische Autoindustrie. 

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