Die Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB hat 2025 eine Rekordzahl von Fahrgästen in Bussen, Straßenbahnen und der Metro kontrolliert. Fast zwei Millionen Reisende wurden überprüft. Das sind doppelt so viele wie 2022. Gleichzeitig sank der Anteil der Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein auf den niedrigsten Stand der vergangenen vier Jahre.
Brüsseler MIVB stellt 120.000 Protokolle wegen Fahrens ohne gültigen Fahrschein aus
Insgesamt kontrollierten die Fahrausweisprüfer 1.978.755 Fahrgäste im Jahr 2025. Dabei wurden 121.876 Strafprotokolle ausgestellt. Die Schwarzfahrerquote lag damit bei 6,16 Prozent, verglichen mit 7,12 Prozent im Jahr 2022.
Nach Angaben der Brüsseler Verkehrsbetriebe ist die Zahl der Geldbußen zwar um 35 Prozent gestiegen, der Anteil der Schwarzfahrer jedoch zurückgegangen. Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf die verstärkten und effizienter organisierten Kontrollen zurück.
Durch eine bessere Verteilung der Kontrollen über das gesamte Netz und über den ganzen Tag hinweg wolle die Stib das Risiko, erwischt zu werden, erhöhen und so Schwarzfahren unattraktiver machen.
Für die Verkehrsgesellschaft geht es dabei vor allem um Fairness gegenüber der großen Mehrheit der Fahrgäste, die ihre Fahrscheine ordnungsgemäß bezahlt. Zudem stammen rund ein Viertel der Betriebseinnahmen der Stib aus dem Verkauf von Fahrausweisen.
Erste Geldbuße beträgt 107 Euro, die zweite 214 Euro
Die Stib erinnert daran, dass Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein mit einer Geldstrafe von 107 Euro rechnen müssen. Wer innerhalb von 24 Monaten erneut ohne gültiges Ticket erwischt wird, muss 214 Euro bezahlen.
Neben der Fahrscheinkontrolle übernehmen die Kontrollteams nach Angaben der Stib auch weitere Aufgaben. Sie beantworten Fragen von Fahrgästen, leisten bei Bedarf Unterstützung und tragen durch ihre sichtbare Präsenz zum Sicherheitsgefühl in Bussen, Straßenbahnen und der Metro bei.
