Zwischen Brügge und Ostende verkehrten am Dienstag stundenlang keine Züge. Unbekannte hatten in der Nacht Kabel entlang der Bahnstrecke durchtrennt, wodurch der Zugverkehr in beiden Richtungen zum Erliegen gekommen war.
Stundenlang keine Züge zwischen Brügge und Ostende nach versuchtem Kabeldiebstahl
Infrabel erhielt in der Nacht auf Dienstag eine Meldung über eine technische Störung auf der Strecke zwischen Jabbeke und Ostende. Mitarbeiter begaben sich gemeinsam mit der Polizei zum Einsatzort. Dort stellte sich heraus, dass es sich um einen Kabeldiebstahl handelte. „Letztlich wurde nichts gestohlen – die Täter waren bereits geflüchtet –, aber zahlreiche Kabel wurden durchtrennt“, sagte Infrabel-Sprecher Frédéric Petit.
Während der Reparaturarbeiten verkehrten Ersatzbusse zwischen Brügge und Ostende. Erst am Dienstagnachmittag konnte der Zugverkehr schrittweise wieder aufgenommen werden. Verspätungen konnten während der abendlichen Stoßzeit nicht ausgeschlossen werden.
Kabeldiebstähle sind auf dem belgischen Schienennetz kein neues Phänomen. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fälle erneut gestiegen. „Drei Viertel davon ereignen sich in der Wallonie. In Westflandern kommt das seltener vor, doch wenn es passiert, hat es oft erhebliche Auswirkungen“, sagte Petit.
Im Durchschnitt verursachen Kabeldiebstähle täglich 45 Minuten Verspätung im belgischen Schienennetz – zusätzlich zu den Kosten für die Reparaturarbeiten und den Personaleinsatz.
