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5 Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe: Gedenktag in Eupen

Fünf Jahre nachdem verheerende Überschwemmungen in der Provinz Lüttich und der Deutschsprachigen Gemeinschaft 39 Menschenleben gefordert haben, finden am Dienstag in mehreren Gemeinden Gedenkveranstaltungen statt, darunter auch in Eupen.

Jens Van Reet Belga
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Die Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft war die erste Gemeinde, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 von den Überschwemmungen der Weser und der Hill betroffen war. In Eupen kam eine Person ums Leben. Hunderte Gebäude in der Unterstadt wurden zerstört.

Die Zerstörungen waren immens

In eben dieser Unterstadt kamen am Dienstagmorgen die lokalen Behörden sowie Mitglieder der deutschsprachigen und der wallonischen Regierung und EU-Kommissarin Hadja Lahbib zusammen.

„Viele Einwohner haben die notwendigen Arbeiten abgeschlossen, um in ihre Häuser zurückkehren zu können. Bei anderen dauern die Arbeiten noch immer an. Eine Minderheit hat sich entschieden, umzuziehen“, erklärte Bürgermeister Thomas Lennertz.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft stellte den betroffenen Gemeinden 25 Millionen Euro zur Verfügung, um die öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Gehwege wiederherzustellen.

Bürgermeister Lennertz schildert den angereisten Gästen die damalige Hochwasserlage

„Extreme Wetterereignisse werden häufiger auftreten“

Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch (ProDG), betonte jedoch, dass „es keine vollständige Sicherheit gibt“. „Diese Katastrophe hat uns daran erinnert, dass extreme Wetterereignisse immer häufiger auftreten. Wir müssen alles daransetzen, die Risiken zu verringern. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung.“

Die Überschwemmungen haben deutliche Spuren hinterlassen – sowohl sichtbar im Straßenbild als auch vor allem in den Erinnerungen der Einwohner. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Deutschsprachigen Gemeinschaft, BRF, strahlt derzeit eine Themenreihe aus, um den Schicksalen der Betroffenen eine Stimme zu geben.

Nach Eupen folgen weitere Gedenkveranstaltungen in Limbourg, Verviers, Trooz, Theux, Esneux und Chaudfontaine.

EU-Kommissarin Lahbib, Ostbelgiens MP Paasch und Walloniens MP Dolimont beim Gedenken in Eupen

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