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Verheerende Waldbrände in Spanien: 13 Tote, vermutlich auch belgische Opfer, und 23 Vermisste

Bei einem schweren Waldbrand in der Nähe von Los Gallardos im Süden Spaniens sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die spanischen Behörden mit. Zudem wurden sieben Menschen verletzt, drei davon schwer. Nach Angaben des belgischen Außenministeriums gibt es vermutlich auch drei belgische Todesopfer, deren Identität jedoch noch nicht endgültig bestätigt wurde.

Belga Martina Luxen
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Schätzungen zufolge wurden rund 7.000 Hektar Naturfläche zerstört. Trotz des enormen Schadens blieb die große Mehrheit der rund 250 Häuser im betroffenen Gebiet erhalten. 

Wie viele (belgische) Opfer gibt es? 

Nicht alle Menschen konnten rechtzeitig evakuiert werden. Die Räumung verlief schwierig, weil eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen durch das Feuer blockiert war. 

Möglicherweise blieben Autofahrer, die aus dem Gebiet fliehen wollten, auf den Straßen stecken und wurden von den Flammen eingeschlossen. Die vorläufige Bilanz lautet: 13 Tote, 7 Verletzte und 23 Vermisste. 

Nach Angaben des spanischen Fernsehsenders RTVE wurden vier Opfer in ihren ausgebrannten Fahrzeugen gefunden. Die übrigen sieben konnten ihre Autos zwar noch verlassen, kamen jedoch später in den Flammen ums Leben. 

Das belgische Außenministerium erklärte: „Nachdem es am Wochenende keinen Kontakt mehr zu den vermissten Belgiern gab, besteht Grund zu der Annahme, dass es sich um drei belgische Todesopfer handelt.“ 

Bei den Opfern handelt es sich vermutlich überwiegend um Touristen. Der Minister für Gesundheit und Notfälle in Andalusien hatte bereits erklärt, die meisten oder möglicherweise alle Todesopfer könnten ausländische Staatsangehörige sein. 

Unter den Vermissten befinden sich auch Belgier. Nach Angaben von VRT-NWS-Reporter Stijn Vercruysse sind die Kinder der drei vermissten Belgier – ein Ehepaar und ein alleinreisender Mann – inzwischen nach Spanien gereist, um DNA‑Proben abzugeben. 

Diese sollen mit den Proben der bislang nicht identifizierten Leichen verglichen werden.

Was ist über die Brandursache bekannt? 

Die genauen Umstände sind noch nicht vollständig geklärt. 

Spanischen Medien zufolge könnte der Brand durch eine heruntergerissene Stromleitung in Los Gallardos ausgelöst worden sein. Der extrem trockene Boden fing Feuer, worauf sich die Flammen rasch durch die bewaldeten Gebiete ausbreiteten und schließlich auch die Gemeinde Bédar erreichten. 

Trotz des massiven Feuerwehreinsatzes breitete sich das Feuer aufgrund starker Winde mit enormer Geschwindigkeit aus. Nach Angaben der Behörden legten die Flammen innerhalb von nur zwei Stunden rund 15 Kilometer zurück. 

Die Behörden machten früh deutlich, dass es sich um eine außergewöhnliche Katastrophe handelt. Am Freitag wurden drei Tage Staatstrauer ausgerufen. 

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