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Belgiens Banken und die Regierung präsentierten ihren Aktionsplan gegen Phishing bzw. Online-Betrug

Die belgischen Banken haben einen Aktionsplan mit 15 konkreten Maßnahmen gegen Online-Betrug und insbesondere gegen Phishing ausgearbeitet. Das teilte der Branchenverband des belgischen Bankenwesens, Febelfin, am Mittwoch mit. Das Thema Entschädigung von Betrugsopfern durch die Banken wurde nicht abschließend besprochen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Plan entstand auf Drängen von Belgiens Verbraucherschutzminister Rob Beenders (Vooruit, flämische Sozialisten). Im Mittelpunkt stehen kurzfristig Maßnahmen zur besseren Prävention. Die Banken wollen u.a. ein Standardlimit von 5.000 € pro Tag für Überweisungen einführen. Die Kunden können dieses Limit zwar selbst erhöhen, doch Änderungen werden erst nach einer Wartezeit von mindestens vier Stunden wirksam.

Außerdem sollen Kunden künftig zwischen Sofortüberweisungen und Standardüberweisungen wählen können, deren Ausführung mehrere Tage in Anspruch nehmen können.

Eine weitere Maßnahme ist die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform, auf der alle in Belgien aktiven Banken Betrugsdaten austauschen können. Derzeit erkennt jede Bank verdächtige Transaktionen weitgehend unabhängig. Künftig sollen Betrugsindikatoren schneller ausgetauscht werden, damit verdächtige Muster branchenweit früher erkennbar werden.

Betrogene Kunden entschädigen?

Ein sensibles Thema, das im Plan nicht ausreichend behandelt wird, ist die Frage der Entschädigung von Phishing-Opfern. Verschiedene Stellen – darunter auch Verbraucherschutzminister Beenders selbst – haben kritisiert, dass die Banken Phishing-Opfer nicht immer angemessen entschädigen.

Der Bankenverband Febelfin betont, dass die Banken bereits vor diesem „ambitionierten Aktionsplan“ erhebliche Anstrengungen unternommen haben und dass Online-Betrug einen möglichst umfassenden Ansatz erfordert.

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