Das Königliche Institut für Kulturerbe (KIK) in Brüssel hat kürzlich die aktualisierte Version von BALaT vorgestellt. Mit dieser Online-Bild- und Forschungsdatenbank stärkt das KIK den digitalen Zugang zu Kunst- und Kulturerbe-Informationen in Belgien. BALaT vereint über eine Million Bilder von rund 500.000 Objekten aus dem belgischen Kunst- und Kulturerbe, ergänzt durch detaillierte Beschreibungen, Verweise auf Restaurierungs- und Konservierungsakten, bibliografische Angaben und Künstlerbiografien.
Update für BALaT – Aktualisierte Datenbank mit über einer Million online zugänglicher Fotos zum belgischen Kulturerbe
Die aktualisierte Version ist nicht nur ein fortschrittliches digitales Arbeitswerkzeug für Fachleute im Bereich Kulturerbe, sondern bietet auch allen Interessierten die Möglichkeit, das belgische Kulturerbe zu entdecken – von berühmten Meisterwerken bis hin zu weniger bekannten Geschichten aus der eigenen Region.
BALaT (balat.kikirpa.be ) steht für „Belgian Art Links and Tools“ und ist eine Hommage an den Architekten Alphonse Balat aus dem 19. Jahrhundert. Seit ihrem Start im Jahr 2013 hat sie sich zur führenden digitalen Kulturerbe-Datenbank Belgiens mit einer starken internationalen Nutzerbasis entwickelt.
Belgisches Kulturerbe in Bildern und Kontext
BALaT vereint heute über eine Million Fotos von rund 500.000 Objekten aus der belgischen Kulturlandschaft. Die Fotosammlung umfasst Kunstwerke, historische Gebäude, religiöse und ethnografische Objekte, Reportagen, Landschaften und Szenen aus dem Alltag. Viele der fotografierten Objekte befinden sich in in- und ausländischen Museen, Sakralbauten und Kulturerbe-Einrichtungen sowie in Privatsammlungen und im Besitz von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden.
Die Fotosammlung spiegelt die große Vielfalt der vom KIK erforschten und dokumentierten Themen wider. Sie entstand aus kunsthistorischen Inventarisierungskampagnen, wissenschaftlichen Bildaufnahmen des KIK und dem Erwerb von Fotomaterial. Nutzer von BALaT können Hunderttausende von Bildern kostenlos herunterladen und frei verwenden.
Ein erneuertes Werkzeug für Forschung und Entdeckung
BALaT wurde technisch und visuell grundlegend überarbeitet. Das Sammlungsportal präsentiert sich in einem modernen und intuitiven Design und nutzt eine neue Suchtechnologie für schnellere und präzisere Ergebnisse. Nutzer können über ein zentrales Suchfeld oder gezielt über Suchformulare suchen und die Ergebnisse mithilfe von Filtern verfeinern. Auch die Bilddarstellung wurde deutlich verbessert. Dank integrierter Zoom- und Analysefunktionen lassen sich hochauflösende Bilder bis ins kleinste Detail betrachten und vergleichen.
Darüber hinaus werden Kulturgüter zunehmend miteinander und mit Kontextinformationen, auch aus anderen Online-Quellen, vernetzt. Durch diese Vernetzungen fördert BALaT unerwartete Entdeckungen. So können sich Kunstliebhaber und lokale Forscher von Fotos von Kunstwerken und Denkmälern aus ihrer Umgebung oder von historischen Ereignissen und dem Alltag in Belgien im 20. Jahrhundert überraschen und inspirieren lassen.
Studierende, Forschende und Sammlungsmanager finden in BALaT detaillierte wissenschaftliche Informationen, die auf fast einem Jahrhundert Dokumentationsarbeit des Instituts und seiner Vorgänger aufbauen. Eine Plattform in ständiger Weiterentwicklung.
Kulturerbe nachhaltig bewahren
Die Erneuerung von BALaT fügt sich in die übergeordnete Mission des KIK ein, das Wissen über das kulturelle Erbe nachhaltig zu bewahren und allen Belgiern bestmöglich zugänglich zu machen. Die neue Version von BALaT ist daher keineswegs das Ende der Entwicklung. In einer zweiten Phase, die im September 2026 beginnt, wird die Plattform um neue Funktionen erweitert, um ein noch transparenteres Wissensökosystem zu schaffen.
Wissenschaftliche Forschungsdaten, darunter Ergebnisse von KIK-Laboranalysen, werden schrittweise nach den Prinzipien offener Wissenschaftsdaten zugänglich gemacht. Darüber hinaus konzentriert sich das Institut auf die Wiederverwendung von BALaT-Daten in externen Forschungsprojekten und digitalen Anwendungen. Schließlich wird mit „Mein Portfolio“ eine neue Funktion eingeführt, die es Nutzern ermöglicht, persönliche Sammlungen innerhalb der Plattform anzulegen, zu speichern und zu verwalten.
BALaT in Zahlen
• Mehr als 1.000.000 professionelle Bilder
• Rund 500.000 Objekt-Datenblätter
• Biografien von über 6.300 belgischen Malern
• Datenbank mit ca. 200.000 Namen von Personen und Institutionen, darunter Künstler, Forscher, Restauratoren, Sammler, Museen, Kirchen, in Kunstwerken dargestellte Personen usw.
• Tägliche Erweiterung mit neuen Bildern und beschreibenden Daten (Metadaten)
