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Integration: KI-Tool aus Limburg hilft beim Lernen der niederländischen Sprache am Arbeitsplatz

Die Universität Hasselt (UHasselt) und das Forschuntsunternehmen für industrielle Innovation, Flanders Make, haben gemeinsam mit der Limburger Sozialorganisation „Noord-Limburgs Open Atelier“ eine KI-Anwendung entwickelt, die Mitarbeitern mit nicht-niederländischer Muttersprache hilft, während ihrer Arbeit Niederländisch zu lernen. Das Tool ermöglicht ihnen, schwierige Wörter in digitalen Anweisungen direkt in ihre Muttersprache zu übersetzen. Das Projekt wird von der Nationalen Lotterie gefördert.

Cedric Van den Langenbergh Andreas Kockartz
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Die gemeinnützige Organisation „Open Atelier“ („Offenes Atelier“) unterstützt Menschen, die nur schwierig Arbeitsplätze finden, in der Provinz Limburg auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. In den Werkstätten in Pelt, Lommel und Turnhout sammeln die Mitarbeiter Berufserfahrung in Bereichen wie Holz-, Metall- und Schweißarbeiten, Montage, Verpackung und Logistik.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund, die nicht Niederländisch sprechen können, deutlich gestiegen. Heute arbeiten dort rund 130 Menschen aus 23 verschiedenen Nationen. Bis 2025 wollte „Open Atelier“ eine Vermittlungsquote von 64 % erreichen und 284 Menschen einen Arbeitsvertrag vermitteln.

Niederländisch als erste Voraussetzung

Obwohl Niederländisch weiterhin die Arbeitssprache ist, stellt die Sprache oft eine Hürde beim Verständnis von Arbeitsanweisungen dar. „Für Arbeitgeber ist die Kenntnis des Niederländischen eine der ersten Voraussetzungen für die Einstellung“, sagt Ella Kuppens, Finanzdirektorin von „Open Atelier“: „Deshalb haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Mitarbeiter zusätzlich zu unterstützen, damit sie selbstständiger arbeiten und für einen Jobwechsel besser gerüstet sind. Bei uns findet das Erlernen der niederländischen Sprache daher nicht neben der Arbeit, sondern während der Arbeit statt.“

„Darüber hinaus dient es unserem Beratungsteam als Instrument, um besser zu erkennen, wo jemand noch Unterstützung benötigt. So stärken wir nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das Selbstvertrauen und die Aufstiegschancen,“ so Kuppens weiter gegenüber VRT NWS.

Wörter anklicken und übersetzen

Die Mitarbeiter von „Open Atelier“ erhalten digitale Arbeitsanweisungen auf einem Tablet. Das KI-Tool ergänzt diese Anweisungen. Mit dem Tool können die Mitarbeiter jedes beliebige Wort in den Anweisungen anklicken und erhalten sofort eine Übersetzung in ihrer Muttersprache.

„Schwierige Wörter können in einer persönlichen Vokabelliste gespeichert werden, und die Mitarbeitenden können ihr Wissen mithilfe eines kurzen Quiz testen“, sagte Professorin Dr. Eva Geurts von der Universität Hasselt dazu gegenüber VRT NWS. „Die Arbeitsanweisungen werden daher nicht vollständig übersetzt, denn das Ziel ist sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden mit der niederländischen Sprache in Kontakt bleiben. Die Unterstützung wird nur dann angezeigt, wenn sie wirklich notwendig ist.“

Die Wörter werden nicht nur übersetzt, sondern auch im Arbeitskontext erklärt. UHasselt-Wissenschaftlerin Maria Hendrikx, die das Tool entwickelt hat, erklärte, dass die Übersetzungen und Quizze mithilfe von KI automatisch im Voraus generiert und bei Bedarf validiert und angepasst werden. Das gewährleistet, dass die Anweisungen am Arbeitsplatz stabil und zuverlässig bleiben.

Stärkung der Eigenverantwortung

Die flämische Ministerin für Sozialwirtschaft, Hilde Crevits (CD&V, flämische Christdemokraten), sieht in dem Tool einen Mehrwert: „Dieses Projekt zeigt, wie Innovation, Inklusion und Arbeit Hand in Hand gehen können. Sprache spielt eine Schlüsselrolle für die Förderung und Entwicklung von Talenten, auch am Arbeitsplatz.“

Professorin Geurts freute sich, dass dieses Projekt zeigt, dass KI auch einem konkreten gesellschaftlichen Zweck dienen kann: „Oft wird befürchtet, dass KI Arbeitsplätze vernichten wird. Hier setzen wir KI jedoch gezielt ein, um Menschen in ihrer Arbeit besser zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit zu stärken und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.“

Die Technologie wird derzeit im „Open Atelier“ eingeführt. Langfristig sehen sowohl das „Open Atelier“ als auch die Universität Hasselt Möglichkeiten, das Tool auch in anderen Sozialunternehmen und maßgeschneiderten Beschäftigungs-Organisationen einzusetzen.

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