Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

TUI Fly stellt seine Flüge ab Frühjahr 2027 am Flughafen Antwerpen ein

Das Reiseunternehmen TUI Fly kündigt an, die Flüge vom Antwerpener Regionalflughafen in Deurne im nächsten Jahr einzustellen. Damit verschwindet die letzte große Linienfluggesellschaft vom Flughafen Antwerpen. Ende März 2027 wird TUI Fly alle Flüge von und nach Antwerpen einstellen. Die deutsche Muttergesellschaft gab diese Entscheidung am Montagabend bekannt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

TUI wird ihre belgischen Flugverbindungen auf Brüssel und Ostende konzentrieren. Der Betrieb in Antwerpen wird nach der kommenden Wintersaison eingestellt, so das Unternehmen: „Die Pläne der flämischen Regierung, die staatliche Unterstützung für regionale Flughäfen zu reduzieren, spielten bei dieser Entscheidung keine Rolle“.“

Der letzte TUI-Flug von Antwerpen nach und von Alicante findet am 24. März 2027 statt, der letzte Flug nach und von Málaga am 25. März 2027.

Mit dem Rückzug von TUI verlässt die letzte große Linienfluggesellschaft Deurne. Lediglich die kleine Fluggesellschaft SkyAlps bietet noch wöchentliche Linienflüge von dort nach Bozen in den italienischen Dolomiten an. In den letzten Jahren hat sich der Flughafen Antwerpen stark zu einem Flughafen für Privatjets und Trainingsflüge für angehende Piloten entwickelt. Dies führt aber ebenfalls zu Protesten von Gegnern, bzw. Anwohnern. 

Stark kritisierter Standort

Aktionskomitees kritisieren seit Jahren die Millionen an flämischen Subventionen, die den Flughafen am Leben erhalten. Ihre Forderung nach der Schließung des Flughafens wird nicht verstummen, jetzt, da die letzte verbliebene Reisemöglichkeit für die Öffentlichkeit verschwindet.

Die große Frage lautet jetzt, was die Zukunft für den Flughafen Antwerpen ohne ein wirklich kommerzielles Angebot bereithält. Die größte Lärmbelästigung für die Anwohner, die von den Embraer-Flugzeugen von TUI ausgeht, wird in wenigen Monaten verschwinden.

Die flämische Regierung berät über das Dossier

Die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) äußert sich vorerst nicht. Laut ihrem Kabinett wird das Dossier zunächst intern in der flämischen Regierung erörtert. Dort soll die Zukunftsvision für alle flämischen Regionalflughäfen festgelegt werden.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5