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Inland
Justiz

Möglicher Anschlag auf eine Schule in Hasselt nach abgefangenen TikTok-Nachrichten verhindert

Sechs Minderjährige sind vor einigen Tagen in der flämischen Provinz Limburg festgenommen worden, weil sie angeblich einen Anschlag auf ihre Schule in Hasselt geplant hatten. Die Minderjährigen waren alle in derselben Chatgruppe auf TikTok. In der Gruppe wurde unter anderem Drohungen mit Brandstiftung und einem Angriff mit chemischen Substanzen gegen die Schule und gegen Mitglieder der Schulleitung besprochen. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hätte der Anschlag möglicherweise wenige Tage später stattfinden können.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Vor einigen Wochen erhielt die Polizei in der Provinz Limburg eine Anzeige von mehreren Mitarbeitern der Schulleitung der Hasselter Schule HAST. Sie wussten von einer TikTok-Gruppe, in der Drohungen mit Chemieanschlägen und Brandstiftung ausgestoßen wurden. Darüber hinaus erwähnte die Gruppe auch Amokläufe an Schulen, extremistische Gruppen und andere Gewalttaten der Vergangenheit.

Die Gruppe bestand aus mehreren anonymen Mitgliedern. Staatsanwaltschaft und Polizei schalteten sich umgehend ein und leiteten eine umfassende Untersuchung ein, um die Identität der Mitglieder zu herauszufinden. Sechs Minderjährige innerhalb von 24 Stunden festgenommen. Ihnen wird „Drohung mit eines Anschlags“ vorgeworfen.

Jugendrichter

Die sechs Verdächtigen wurden inzwischen Jugendrichtern in Hasselt und Tongeren vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft gibt aufgrund der Beteiligung von Minderjährigen keine weiteren Kommentare ab. Die Ermittlungen werden von der SOKO Jugendkriminalität der Polizeizone LRH in Limburgunter der Leitung der Staatsanwaltschaft fortgeführt.

„Dank unseres schnellen Handelns konnte Schlimmeres verhindert werden“, so Polizei und Staatsanwaltschaft. „Die Staatsanwaltschaft hat die notwendigen Anordnungen und Haftbefehle sehr schnell ausgestellt, sodass wir umgehend handeln konnten“, erklärte Philip Pirard, der Polizeichef der limburgischen Polizeizone LRH. Dadurch konnte verhindert werden, dass die Schule wenige Tage später Opfer eines Anschlags geworden wäre.

Die Schule dankt der Polizei und ruft zu Ruhe und Gelassenheit auf

Die Hasselter Schule reagierte schockiert auf die Ereignisse. „Die Sicherheit unserer Schüler und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Sobald wir von den Online-Bedrohungen erfuhren, haben wir umgehend die Polizei verständigt“, sagte Koordinator Tom Cox. „Wir möchten uns für das schnelle und professionelle Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft bedanken, mit denen wir während des gesamten Prozesses konstruktiv zusammengearbeitet haben.“

Sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft betonen, dass diese Art von Online-Bedrohungen sehr ernst genommen werden. „Junge Menschen müssen sich genau überlegen, welchen Online-Gruppen sie beitreten“, sagte Anna Degraen von der Staatsanwaltschaft.

„Wenn sie auf inakzeptable Nachrichten stoßen, ist es von größter Wichtigkeit, dass sie dies der Polizei melden“, so Degraen weiter. „Junge Menschen – und damit die gesamte Gesellschaft – müssen sich darüber im Klaren sein, dass das Veröffentlichen extremistischer Nachrichten und Drohungen absolut inakzeptabel ist und entsprechende Maßnahmen von Polizei und Justiz nach sich zieht.“

Die betroffene HAST-Schule in Hasselt

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