Die Zahl der registrierten Drogenfunde in Brüssel erreicht ihren Höhepunkt. Dasselbe gilt für die Zahl der Mord- und Terrorfälle. Dies geht aus den jährlichen Kriminalstatistiken der Bundespolizei für 2025 hervor. Erfreulicherweise sinkt die Zahl der Diebstähle deutlich, wie die regionale Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ am Wochenende meldete.
Kriminalstatistik: Mordversuche und Drogenfunde erreichen Rekordwerte in Brüssel - Diebstähle gehen zurück
Brüssel wird sicherer. Das sagt zumindest die aktuelle Kriminalstatistik für die belgische Hauptstadt. Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten sank 2025 auf 152.000 Fälle. Damit befindet sich die Metropole auf dem niedrigsten Stand seit 2018. Es ist jedoch wichtig, das Wort „registriert“ zu betonen, da viele Fälle unentdeckt bleiben bzw. nicht gemeldet werden. Nach Ansicht von Kriminologen liegt die Dunkelziffer bei über 50%.
Ein deutlicher Rückgang ist besonders bei Diebstahl und Erpressung zu beobachten. Obwohl diese Delikte mit knapp 60.000 Fällen weiterhin die häufigste Kategorie darstellen, ist dies der niedrigste Wert seit vier Jahren. Vor allem die Zahl der Fahrraddiebstähle sinkt. Mit 3.700 Fällen hat Brüssel den niedrigsten Stand seit 2017 erreicht.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche liegt mit 5.200 Fällen sogar unter dem niedrigsten Stand seit diesem Jahrhundert. Lediglich Autodiebstähle weisen eine negative Entwicklung auf: Mit 1.300 Fällen haben sie den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht.
Generalstaatsanwalt Julien Moinil greift hart durch
Es dürfte niemanden überraschen, der regelmäßig in Brüssel ist, dass die Zahl der Drogendelikte einen neuen Höhepunkt erreichte. Mit 12.437 Fällen lag die Zahl im Jahr 2025 höher als je zuvor - der Anstieg um 14 %. Vermutlich trägt auch die strikte Drogenpolitik von Generalstaatsanwalt Julien Moinil zu den steigenden Zahlen bei.
Wie Abwasseranalysen bereits gezeigt hatten, nimmt der Kokainkonsum in der Hauptstadt zu. Im vergangenen Jahr wurden 829 Straftaten im Zusammenhang mit dem Kokainhandel registriert – ebenfalls ein Rekordwert. Noch deutlicher ist der Anstieg der versuchten Morde, Totschlagsdelikte und aller damit zusammenhängenden Straftaten. 2025 wurden rekordverdächtige 310 Straftaten verzeichnet, ein Anstieg von 23 % innerhalb eines Jahres.
Auch die Kategorie „Terrorismus, Extremismus und Radikalisierung“ sieht besorgniserregend aus. Mit 109 Vorfällen in Brüssel war 2025 das Jahr mit den meisten Vorfällen seit 2018, obwohl die entsprechenden Zahlen auf nationaler belgischer Ebene tatsächlich gesunken waren.
