Die belgische Fregatte „Leopold I.“ liegt seit rund zwei Wochen aufgrund von Problemen mit dem Kühlsystem in Norfolk/Virgina vor Anker und ihre Schwester, die „Louise-Marie“, befindet sich derzeit in einer niederländischen Werft zu Unterhaltsarbeiten. Damit kann die belgische Marine derzeit über keine der beiden Fregatten verfügen.
Derzeit ist keine der beiden Fregatten der belgischen Marine einsatzbereit
Die „Leopold I.“ hatte vor gut einem Monat die belgisch-niederländische Marinebasis in Den Helder (NL) nach umfassenden Unterhaltsarbeiten in Richtung USA verlassen, weil sie dort an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit Amerikas und an einer NATO-Mission im Atlantik teilnehmen sollte.
Doch seit sie im Marinestützpunkt Norfolk in Virginia angekommen ist, liegt sie dort vor Anker. Dies bestätigte das belgische Verteidigungsministerium auf Nachfrage von VRT NWS.
Das Problem liegt laut Belgiens Marine an einem technischen Problem am Kühlsystem für die Schiffsmotoren. Ohne Kühlung könne ein Schiff nicht auslaufen, so Fachleute gegenüber VRT NWS. Die Fregatte ist 1991 gebaut worden. Jetzt stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch die entsprechenden Ersatzteile gibt.
Jetzt wird die „Leopold I.“‘ nach Den Helder zurückkehren. Dabei werden die Schiffsmotoren von einem zusätzlichen Kühlsystem gekühlt.
Für Belgien ist dieser Zustand peinlich. Sie bewachen nicht nur die belgischen Häfen, sondern nehmen auch an internationalen Missionen teil. Die belgischen Fregatten sollten auch möglicherweise Hochseefrachter auf ihrer Fahrt durch die Straße von Hormus begleiten.
