Ein Großteil des 2025 in Flandern als Ökostrom verkauften Stroms wurde in Norwegen erzeugt. Dies geht aus den Zahlen der flämischen Regulierungsbehörde für Strom und Gas (VREG) hervor. Der belgische Staat wird Anteilseigner an einer Offshore-Windkraftanlage vor der hiesigen Nordseeküste.
Der in Flandern verkaufte Ökostrom stammt überwiegend aus Norwegen
Anbieter dürfen Ökostrom verkaufen, wenn sie eine entsprechende Menge an Herkunftsnachweisen vorlegen können. Diese Nachweise belegen, dass der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Sie werden gehandelt und können von Stromanbietern europaweit erworben werden.
Im vergangenen Jahr wurde etwas mehr als ein Fünftel (21,1 %) des Ökostroms in Flandern selbst erzeugt, knapp 18 % stammten aus Windkraftanlagen vor der Küste. Über 4 % kamen aus Wallonien. Der gesamte restliche in Flandern verkaufte Ökostrom wurde im Ausland erzeugt.
Hauptlieferland ist Norwegen: Knapp 16 % des im vergangenen Jahr in Flandern gelieferten Ökostroms wurden in Norwegen produziert. Weitere wichtige Herkunftsländer sind Frankreich (11 %), Portugal und Finnland (jeweils etwas über 5 %).
Der belgische Staat beteiligt sich an einem Offshore-Windparkprojekt
Der japanische Industriekonzern Sumitomo Corporation verkauft seine Anteile an drei Windparks vor der belgischen Küste. Zu den Käufern gehört auch die belgische Bundesregierung. Dies gab Sumitomo am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.
Das japanische Unternehmen zieht sich aus den Offshore-Windparks Northwind, Nobelwind und Northwester 2 zurück. Publiwind übernimmt Sumitomos Anteil an Northwind. Publiwind ist ein Investorenkonsortium bestehend aus der staatlichen Investmentgesellschaft SFPIM, Socofe (der Investitionsgesellschaft der wallonischen Kommunen für den ökologischen Wandel) und dem Versicherer Ethias.
Dies ist das erste Mal, dass die belgische Bundesregierung in einen Offshore-Windpark investiert. Northwind besteht aus 72 Windrädern, die seit 2014 Strom erzeugen. Die Anteile an den Windparks Nobelwind und Northwester 2 werden an Parkwind, eine Tochtergesellschaft von Jera Nex BP, übertragen. Jera Nex BP ist ein Joint Venture des britischen Ölkonzerns BP und des japanischen Energiekonzerns Jera. Jera ist schon Anteilseigner belgischer Windparks.
