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Ein TGV InOui auf dem Weg in den Süden Frankreichs und ein moderner IC der niederländischen Eisenbahn in Brüssel Süd/Midi

Immer mehr Belgier reisen mit dem Zug ins Ausland

Im Sommer 2025 wurden in Belgien 1,6 Millionen Zugtickets für Auslandsreisen gekauft. Laut den am Donnerstag von der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB veröffentlichten Zahlen sind internationale Zugreisen damit um 6 % beliebter als im Vorjahr.

Andreas Kockartz Belga
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Die steigende Beliebtheit der Bahn auf internationaler Ebene bei den Belgiern ist unter anderem auf das wachsende Angebot an Reisezielen zurückzuführen. Zudem sind Züge eine nachhaltigere Alternative zum Flugzeug und bieten oft eine komfortablere Art, Städte zu erreichen, als mit dem Auto, so die Bahngesellschaft. Aktuell kann man von Brüssel aus über 6.000 Ziele in 15 europäischen Ländern anfahren. Rund 1.000 davon sind innerhalb von sechs Stunden erreichbar.

Besonders bei Reisen in die Nachbarländer verzichten Belgier immer häufiger auf Flugzeug oder Auto. Frankreich ist das beliebteste Reiseziel mit Metropolen wie Paris, Lille, Lyon, Avignon und Montpellier. Auch London in Großbritannien ist ein gern per Zug angestrebtes Reiseziel, ebenso wie Amsterdam und Rotterdam in den Niederlanden sowie Köln und Berlin in Deutschland.

Aber auch weiter entfernte Reiseziele wie Tschechien, Österreich, Italien und Spanien erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, wohl auch durch das Angebot an Nacht- und Schlafwagenzügen (auch von privaten Bahnunternehmen).

Niederländischer Express trifft einen Eurostar in Brüssel Süd/Midi

Internationales Angebot ausbauen

Die NMBS/SNCB plant, ihr internationales Angebot in den kommenden Jahren weiter auszubauen und bis 2030 8.000 internationale Zugverbindungen anzubieten: „Dieses stetig wachsende Angebot bestätigt die Bedeutung des Brüsseler Südbahnhofs als wichtigen internationalen Verkehrsknotenpunkt in Europa mit wöchentlich fast 300.000 Reisenden.“

Die belgische Bahngesellschaft arbeitet unter anderem mit der französischen SNCF zusammen, um den OUIGO-Service nach Frankreich auszuweiten. SNCF und NMBS kooperieren zudem mit der Schweizer SBB, um die Strecke Brüssel–Straßburg (TGV INOUI) – die die beiden europäischen Hauptstädte verbindet - bis nach Basel in der Schweiz zu verlängern.

Seit 2024 betreibt Belgien außerdem gemeinsam mit der niederländischen NS den Eurocity Direct-Service, der Direktverbindungen von Brüssel nach Amsterdam Süd oder Rotterdam bietet. Seit vielen Jahren verbinden auch die ICE-Züge der DB und Eurostar-Züge (früher Thalys) belgische und deutsche Metropolen mit immer neuen Reisezielen. 

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