Am Mittwochabend fand in Brüssel wieder der Ommegang statt, das jahrhundertealte Spektakel, das die belgische Hauptstadt in die Renaissance zurückversetzt. Rund 1400 Teilnehmer zogen durch die Altstadt und endeten auf dem Grand-Place.
Der Ommegang brachte Brüssel wieder in die Zeit der Renaissance zurück
Dieses farbenfrohe Spektakel erzählt die Geschichte der Ankunft des Sohnes von Kaiser Karel V. in Brüssel im Jahr 1579. Ein Festzug mit Musik und hunderten in entsprechenden Gewändern verkleideten Teilnehmern begibt sich zum Großen Markt, wo ein Schauspiel unter freiem Himmel die Ereignisse von damals erzählt.
Am „Ommegang“ nehmen jedes Jahr rund 1.400 Teilnehmer teil. Darunter sind auch etwa 180 Vertreter der Aristokratie und fast 50 folkloristische Vereinigungen aus ganz Belgien. Pferdegruppen, Musikkapellen und Fanfaren sowie in unserem Land traditionsreiche Riesenfiguren runden das Ereignis ab.
Seit 1930
Seit 1930 erinnert die Stadt Brüssel an die große Ehre, die Kaiser Karl und dessen Sohn Philipp II. den Brüsselern im Jahr 1549 mit ihrem Besuch erwiesen. Am Freitag (4. Juli) findet eine weitere Ausgabe des Ommegangs statt.
Neben diesem historischen Umzug bietet der Ommegang auch ein Rahmenprogramm. Vom 1. bis 4. Juli ist das Renaissance-Dorf an der Zavel wieder zu erleben. Besucher können Kunsthandwerk, Marktstände, Ritterturniere und Vorführungen entdecken, die das Alltagsleben vergangener Zeiten wieder zum Leben erwecken.
