Bei dem schweren Brand in Antwerpen im Viertel „Linkeroever“ (am linken Ufer der Schelde in der flämischen Hafenstadt) sind am Mittwoch 5 Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigte die Antwerpener Polizei gegenüber den Medien nach dem die Opferzahl von ursprünglich 6 Toden nach unten korrigiert wurde. Die Feuerwehr hatte während den Löscharbeiten nach weiteren Opfern in dem zehnstöckigen Gebäude gesucht. Bei dem Feuer wurden 16 Personen verletzt. Nach letzten Stand der Dinge ist niemand wirklich schwer verletzt und die meisten Betroffenen haben das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen können. Am frühen Abend begab sich König Philippe zum Ort des Geschehens.
5 Tote und 16 Verletzte bei einem Brand in einem Hochhaus in Antwerpen
Das Feuer brach am Mittwochvormittag im Erdgeschoss des Hochhauses in der August Vermeylenlaan aus. Die genaue Brandursache ist noch unbekannt und wird unter anderem von einem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Brandexperten untersucht. Doch im Laufe des Tages wiesen die ersten Spuren auf „ein technisches Problem im Erdgeschoss“ hin. Das Feuer und besonders der Rauch breiteten sich offenbar rasend schnell im Gebäude aus.
Bei dem Brand wurden mehrere Personen verletzt, wenn auch nur leicht, wie sich im Laufe des Tages herausstellte. Nach Ausbruch des Feuers wurde das komplette Gebäude evakuiert und die Bewohner wurden in öffentlichen Räumlichkeiten in der Umgebung untergebracht. Mehr als 200 Menschen leben in dem Gebäude.
König, Premier, Provinzgouverneurin und Bürgermeisterin
Am frühen Abend besuchten König Philippe, Premierminister Bart De Wever, Pervinzgouverneurin Cathy Berx und Bürgermeisterin Els Van Doesburg sowie Peter De Roover, der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer im belgischen Bundesparlaments den Ort des Geschehens und sprachen dort mit Betroffenen und mit Hilfskräften.
Bürgermeisterin Van Doesburg sagte sichtlich berührt: "Das ist ein rabenschwarzer Tag für Antwerpen. (...) Ich glaube, dass ich für alle Antwerpener spreche, wenn ich sage, dass uns dies tief im Herzen berührt."
Die Feuerwehr war am Nachmittag noch immer mit Löscharbeiten beschäftigt. Offenbar handelte es sich hierbei um ein sehr „komplexes“ Feuer, so Antwerpens Feuerwehrsprecherin Marie De Clercq am Mittag gegenüber VRT NWS: „Die Sicht ist schlecht und es herrscht starker Rauch im Gebäude. Das erschwert die Löscharbeiten. Die Einsatzkräfte überprüfen derzeit das gesamte Gebäude, um festzustellen, ob sich noch Personen darin befinden und ob diese sicher evakuiert werden können.“ Dabei halfen auch Drohnen von Polizei und Feuerwehr.
Reaktionen
Belgiens Premierminister Bart De Wever (N-VA, flämische Nationaldemokraten, selbst ein Antwerpener, äußerte sich via X zu dem Brand in seiner Stadt: „Meine Gedanken sind bei den Opfern und Anwohnern und den evakuierten Bewohnern des schrecklichen Brandes am linken Scheldeufer.“ Er bedankte sich auch ausdrücklich bei den Rettungskräften für deren Arbeit.
Die Plenarsitzung des flämischen Landesparlaments begann am Mittwochnachmittag mit einer Schweigeminute für die Menschen, die bei dem verheerenden Brand in Antwerpen ihr Leben verloren haben.

