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Belgien: Die Inflation sinkt leicht – Schwellenindex wird überschritten

Die Inflation ist in Belgien im Monat Juni auf 3,4 % gestiegen, was etwas niedriger ausgefallen ist, als die Preissteigerungen der vergangenen beiden Monate. Grund dafür ist in erster Linie das Prinzipabkommen zwischen den USA und dem Iran, wodurch die Preise für Erdölprodukte an den internationalen Märkten leicht gesunken sind.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Im April und im Mai war die Inflation noch auf über 4 % gestiegen, was auf den Konflikt im Nahen Osten und auf die hohen Energiepreise zurückzuführen war. Doch im Juni schlossen die USA und der Iran ein Prinzipabkommen in Richtung Friedensverhandlungen. Daraufhin sanken die Preise für Erdölprodukte.

Das wiederum führte zu günstigeren Preisen für Kraftstoffe in Europa, also auch an den belgischen Zapfsäulen. Hier wurden im Juni Preissenkungen um bis zu  % registriert.

Günstiger sind zudem Flugreisen (durchschnittlich um 21,6 % günstiger), Urlaub auf Campingplätzen und Feriendörfer (-6,2 %) und Bekleidung (-1,1 %) geworden, wenn man die Preise mit dem Monat Mai vergleicht.

Teurer geworden sind in Belgien Strom (+2,5 %), Erdgas (+1,5 %) und private Mieten (+0,7 %). Pauschalreisen stiegen im Monatsvergleich im Juni um durchschnittlich 0,9 %. 

Der Schwellenindex wurde überschritten

Im Juni wurde, wie erwartet, der Schwellenindex wurde überschritten, was normalerweise bedeutet, dass die Gehälter der Beamten, des Personals im öffentlichen Dienst und die Sozialleistungen im September um 2 % steigen werden.

Doch erstmals kommt hier der sogenannte Cent-Index zum Einsatz. Das heißt, Bruttogehälter über 4.000 € werden im September nicht vollständig indexiert. Gleiches gilt für Sozialleistungen über 2.000 €.

Auch viele Beschäftigte im privaten Sektor werden den Cent-Index in diesem Sommer zu spüren bekommen, darunter beispielsweise Angestellte aus dem Metall- und dem Bankensektor.

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