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Flandern geht gegen Entsiegelung vor - Gent fördert entsprechende private Projekte

Wer in Flandern eine Einfahrt, einen Platz vor dem Haus oder eine Terrasse anlegen möchte, kann ab sofort eine neue Liste wasserdurchlässiger Belagsmaterialien nutzen. Damit will man hier gegen die Versiegelung des Bodens vorgehen.

Andreas Kockartz
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Bei Starkregen kann das Wasser bei entsprechenden Baustoffen besser in den Boden eindringen, anstatt unkontrolliert abzufließen. In Trockenperioden sorgt es zudem für Kühlung. Bisher herrschte große Unsicherheit darüber, welche Materialien ausreichend wasserdurchlässig sind.

Daher erteilen manche Städte und Gemeinden in Flandern für solche Pläne oder Bauvorhaben Genehmigungen für bestimmte Materialien, andere jedoch nicht.

Jetzt soll die neue einheitliche behördliche Liste Kommunen bei der Erteilung von entsprechenden Baugenehmigungen helfen. Diese Liste soll nicht zuletzt auch darüber Klarheit schaffen, wie man Niederschlagswasser auf seinem Grundstück besser nutzen kann.

Gent führt fördert die Entsiegelung privater Grundstücke ein: „Bis zu 50.000 Euro pro Projekt“

Die Stadtverwaltung in Gent möchte private Grundstückseigentümer dazu anregen, versiegelte Flächen durch Grünflächen zu ersetzen. In Gent läuft daher ein Förderprogramm zur Entsiegelung von Flächen, unter anderem von Parkplätzen, Höfen und Geschäftsgebäuden. Unternehmen, Gesundheitseinrichtungen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Wohnungsgenossenschaften können finanzielle Unterstützung beantragen.

Rund 40 % des kommunalen Raums von Gent sind versiegelt, drei Viertel davon fällt auf Privatgrundstücke zurück. Gerade in Perioden wie diesen, wenn die Temperaturen tagelang über 30°C steigen, hat dies unerwünschte Folgen. Straßen, Parkplätze und Höfe speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab, wodurch sich die Stadt nur langsam abkühlt.

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