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Das Werk von Pierre Cordiet aus einer der VRT-Treppenhallen wird Stück für Stück abgebaut

Vor dem Umzug ins neue Funkhaus: Wohin mit der Kunstsammlung der VRT?

Rund 300 Kunstwerke aus dem VRT-Gebäude werden nicht in das neue Funkhaus umziehen, das Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen wird. Die Kunstwerke werden im Laufe dieses Jahres zumindest teilweise öffentlich versteigert. Einige Werke von Roger Raveel und Joseph Diongre werden anderweitig ausgestellt, bzw. Kultureinrichtungen in Flandern oder Brüssel als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Kristien Bonneure Andreas Kockartz
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Seit Jahrzehnten besitzt die VRT, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, eine umfangreiche Kunstsammlung. Diese umfasst vorwiegend Grafiken, aber auch Gemälde, Skulpturen und Kunstwerke, die in das Gebäude an der Reyerslaan in der Brüsseler Gemeinde Schaarkeek integriert sind. Darunter befinden sich auch Werke von namhaften Künstlern wie Roger Raveel, Pjeroo Roobjee, Herman Brood, Pol Mara, Paul Van Hoeydonck, Guy Vandenbranden, Michel Seuphor und Hilde Van Sumere.

Diese Kunstsammlung wird nicht in das neue VRT-Funkaus umziehen, das hinter dem jetzigen Gebäude entsteht und in das der Sender ab Herbst 2027 einziehen wird. Die Sammlung wird im Herbst dieses Jahres im Auktionshaus Bernaerts in Antwerpen öffentlich versteigert. „Kunstliebhaber, Sammler und Interessierte haben damit die Möglichkeit, ein Stück VRT-Geschichte zu erwerben“, so die VRT. Es handelt sich um rund 300 Werke, vorwiegend Grafiken wie Lithografien und Siebdrucke, die einst die Büros und Flure schmückten. Der finanzielle Wert ist begrenzt. „Der Erlös der Auktion kommt neuen Kulturangeboten der VRT zugute“, erklärt Kulturkoordinator Jan Sulmont.

Einige Werke finden ein neues Zuhause

Das Gemälde „Televisiekijkers“ (etwa „Fernsehzuschauer“) von Roger Raveel, das unter anderem den Moderator Jan Van Rompaey zeigt, wird dem Roger-Raveel-Museum in Machelen aan de Leie als Dauerleihgabe überlassen. Dieses Haus öffnet nach Renovierungsarbeiten am kommenden Wochenende wieder seine Pforten.

VRT-Raveel-Werk für das Raveel-Museum

Das Kulturzentrum im ehemaligen Rundfunkhaus am Flagey in Brüssel erhält mehrere Originalzeichnungen des Architekten Joseph Diongre als Leihgabe. Er war der Architekt des ehemaligen Flagey-Sendegebäudes in Elsene.

Der VRT-Diongre für das Kulturhaus Flagey

Warum nimmt die VRT einen Großteil seiner Sammlung nicht mit in das neue Gebäude?

„Wir haben uns entschieden, neue Werke zweier zeitgenössischer Künstler in den Neubau zu integrieren. Diese Entscheidung traf ein Komitee unter der Leitung von Chantal Pattyn (Chefredakteurin der VRT Kulturredaktion Klara-Netzwerks, Red.) so Jan Sulmont.

Bei den Künstlern handelt es sich um den Amerikaner Matt Mullican und um die Belgierin Sophie Nys, die neue Werke sowohl im Innen- als auch im Außenbereich anbringen werden. „Das neue, offene Gebäude hat zudem deutlich weniger Wände als das jetzige Gebäude in der Reyerslaan“, betont Sulmont.

Einige Werke sind bereits am bestehenden Gebäude angebracht, beispielsweise eine Keramikfliesenwand von Paul Van Hoeydonck. „Wir haben mit den Architekten des Neubaus besprochen, ob diese integriert werden könnten, aber die Kosten waren zu hoch.“

RTBF: Folon im alten Gebäude

Der französischsprachige öffentlich-rechtliche Sender RTBF, der sich jahrzehntelang das alte Gebäude an der Reyerslaan mit der VRT teilte, weihte am vergangenen Wochenende offiziell sein eigenes neues Gebäude ein. Ein älteres Kunstwerk wurde darin integriert - ein Mosaik des Künstlers Folon.

RTBF: Folon im neuen Gebäude

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