Kaiser Naruhito und König Philippe besuchten am Mittwochnachmittag die Universitätsbibliothek der KU Leuven im Rahmen ihres Staatsbesuchs in Belgien. Anlass war das 160-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Kaiser Naruhito und König Philippe besuchen die Universitätsbibliothek und imec in Löwen
Die beiden Staatsoberhäupter wurden auf dem Ladeuzeplein vor der Bibliothek empfangen und erhielten eine Einführung in das Haus und seine Geschichte. Ein Chor sorgte von der monumentalen Treppe des Gebäudes aus für einen musikalischen Empfang.
Der Besuch der Universitätsbibliothek unterstrich die historischen Verbindungen zwischen Japan und der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven). Nachdem die Bibliothek im Ersten Weltkrieg zerstört worden war, leistete Japan einen bedeutenden Beitrag zum Wiederaufbau ihrer Sammlung und stiftete rund 3.000 Werke, viele davon aus der Edo-Zeit (1600–1868). Während des Besuchs wurden Naruhito und Philippe mehrere dieser historischen Bände gezeigt.
Zuvor hatten Naruhito und der König in Namür in der gleichnamigen Provinz an einer Präsentation zum Thema Wassermanagement teilgenommen, einem Thema von besonderem Interesse für den japanischen Kaiser.
Besuch bei imec
Anschließend besuchten die beiden Monarchen das imec-Forschungszentrum in Löwen in Flämisch-Brabant, das seit fast vier Jahrzehnten enge Beziehungen zu Japan pflegt. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Computerchips. Japan will seine Rolle in der weltweiten Halbleiterproduktion ausbauen.
Mehrere japanische Universitäten und Unternehmen arbeitet dabei bereits eng mit imec zusammen. Zudem arbeiten derzeit mehr als hundert japanische Forscher arbeiten derzeit in Löwen.
Kaiser Naruhito hatte an den Tagen zuvor Premierminister Bart De Wever (N-VA) und hochrangige belgische Politiker getroffen und an einem königlichen Staatsbankett auf Schloss Laken teilgenommen. Der Besuch unterstrich 160 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Belgien und Japan. Japan ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Belgiens. Mehr als 280 japanische Unternehmen sind im Land tätig und sorgen für fast 30.000 Arbeitsplätze.

