Seit Anfang dieser Woche werden in den Notaufnahmen fast täglich Hitzeopfer behandelt, und die Zahl dürfte in den kommenden heißen Tagen weiter steigen. Der VRT NWS sprach mit verschiedenen Krankenhäusern in Flandern und fragte nach, wer die Menschen sind, die derzeit in der Notaufnahme landen.
Hitzewelle: Auch in Flandern herrscht in den Notaufnahmen Hochdruck
Besonders ältere Menschen müssen bei dieser Hitze ins Krankenhaus. Manchmal können sie noch am selben Tag nach Hause, meistens werden sie aber stationär aufgenommen, sagt Pascal Hoddaerts vom AZ St-Maria in Halle: „Sie bleiben in der Regel eine Weile bei uns, damit wir sie mit Flüssigkeit versorgen können.“
Die Einweisungen erfolgen hauptsächlich aus zwei Gründen, erklärt Kurt Anseeuw von der ZAS in Antwerpen: „Es handelt sich um Menschen, die extrem unter der Hitze leiden – dann sprechen wir von Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung – oder um Menschen mit Anzeichen von Dehydrierung.“
Auch nach dem Ende der Hitzewelle werden Hitzeopfer weiterhin in der Notaufnahme landen, sagt Notfallmediziner Guy Borgers vom Jessa-Krankenhaus in Hasselt: „Menschen mit Herzinsuffizienz beispielsweise leiden oft unter Langzeitfolgen, weil sie nicht ausreichend getrunken haben und ihre Nieren dadurch nicht mehr richtig funktionieren; dies könnte durchaus bis Anfang nächster Woche andauern.“
Serverausfall in Genter Klinik
Im AZ Sint-Lucas-Krankenhaus in Gent finden aufgrund der Hitzewelle keine Operationen statt. Ein zentraler Computerserver in der französischen Hauptstadt Paris ist überhitzt. Infolgedessen sind die elektronischen Patientenakten des Genter Krankenhauses derzeit nicht verfügbar. Es ist noch unklar, wie lange die Probleme andauern werden. Patienten, die dringend Hilfe benötigen, werden in andere Krankenhäuser verlegt.

