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Umwelt & Klima
Energie

Die Laufzeitverlängerungen von Doel 4 und Tihange 3 kosten den belgischen Staat mehr, als sie einbringen

Der Weiterbetrieb der Atomreaktoren Doel 4 und Tihange 3 aus den gleichnamigen Kernkraftwerken in den Provinzen Antwerpen und Lüttich kostet Belgien derzeit mehr, als er einbringt. In den ersten sechs Monaten dieser Laufzeitverlängerung musste der Staat schon rund 27 Mio. € hinzuzahlen.

Andreas Kockartz
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Zudem leistet Belgien 58 Mio. € Rückzahlungen an die Kraftwerksbetreiber Engie und Luminus. Grund dafür ist der sogenannte „Phoenix-Vertrag“, den die vorherige Regierung  Ende 2023 abgeschlossen hatte.

Infolgedessen wurde die belgische Regierung zu 45 % Miteigentümerin der beiden Atomreaktoren, zusammen mit Engie-Electrabel (ebenfalls 45 %) und Luminus (10 %), womit er aber auch dazu verpflichtet wurde, sich an den anfallenden Modernisierungskosten zu beteiligen. Allein diese Summe wird für unsere Regierung auf fast 1 Mia. € geschätzt.

Mit einbegriffen sind auch Verluste auszugleichen und eine garantierte Rendite von 7 % für die Betreiber sicherzustellen.

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Liegt der Strompreis unter dem vereinbarten Mindestpreis von rund 90 € pro Megawattstunde, zahlt der Staat die Differenz. Experten halten diese Kosten teilweise für überhöht. Bundesenergieminister Mathieu Bihet (MR, frankophone Liberale) kritisiert vor allem die garantierte Rendite und fordert jetzt Nachverhandlungen mit Engie.

Die Regierung prüft derzeit den Wert der sieben Atomreaktoren. Wie viele können wir noch länger betreiben und zu welchem ​​Preis? Lohnt es sich, sie weiter zu betreiben? Die Regierung muss die Antwort bis Herbst haben. Fällt sie positiv aus, könnte der Phoenix-Deal und damit auch die Subventionen für Engie und Luminus wegfallen.

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