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10 Jahre danach: Der Brexit führte nicht zur befürchteten schweren Krise

Der Brexit, der am 31. Januar 2020 konkret griff, führte nicht zu der von manchen befürchteten schweren Krise. Zwar gab es wirtschaftliche Folgen, die im Vereinigten Königreich stärker ausfielen als in der Europäischen Union, doch blieben diese in Grenzen. Dies geht aus einer Stellungnahme der Belgischen Nationalbank (NBB) hervor.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

10 Jahre sind vergangen, seit 51,9 % der Wähler in einem Referendum am 23. Juni 2016 für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stimmten. In einem Blogbeitrag auf ihrer Website blickte die Belgische Nationalbank auf die Folgen dieses Brexits zurück.

Unmittelbar nach dem Referendum kam es laut NBB zu Verunsicherungen, auch in Belgien: „Einige Stresstestszenarien gingen sogar von einem starken Einbruch der Wirtschaftstätigkeit im Falle eines ungeordneten Austritts aus.“ Doch die Katastrophenszenarien traten nicht ein.

Speziell für Belgien analysiert die Nationalbank: „Der Brexit scheint keinen größeren makroökonomischen Schock ausgelöst zu haben. Das heißt jedoch nicht, dass es keine Folgen gab. Bestimmte Branchen und Unternehmen, insbesondere KMU, waren stärker betroffen.“

Flandern: Der Handel mit den Briten ist wieder auf dem alten Stand

Viele Unternehmen, die nach Großbritannien exportierten, mussten sich mit zahlreichen neuen Vorschriften und auch Hindernissen auseinandersetzen - auch flämische Unternehmen. In der Zwischenzeit hat der Handel flämischer Unternehmen mit dem Vereinigten Königreich wieder das Niveau von vor dem Brexit erreicht, aber die Bürokratie ist geblieben. 

Laut einer Studie der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) aus dem vergangenen Jahr sollen die Exporte aus Belgien nach Großbritannien um 13 % zurückgegangen sein. Das kann aber nicht nur am Brexit liegen, sagt Orens: „Der Handel hat sich in den ersten Jahren verschlechtert. Hinzu kamen die Corona-Epidemie und die wirtschaftlich schwierige Situation durch den Krieg in der Ukraine.“

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