Laut dem in dieser Woche veröffentlichten Jahresbericht des Königlichen Belgischen Reederverbands (KBRV) hat sich die belgische Flagge gemessen an der Gesamttonnage auf Platz vier der europäischen Handelsflotte und auf etwa Platz 15 weltweit vorgearbeitet.
Internationale Seefahrt: Die Belgische Flagge klettert auf Platz vier der europäischen Handelsflotte
Im vergangenen Jahr wurden 44 Schiffe, die unter belgischer Flagge fahren, neu registriert, verglichen mit durchschnittlich 12 pro Jahr in den Vorjahren. Die Zahl der Schiffe unter belgischer Flagge stieg damit von rund 80 Anfang 2025 auf etwa 120 Ende desselben Jahres. Aktuell fahren 210 Schiffe unter belgischer Flagge, womit Belgien den vierten Platz in Europa belegt.
Zwei Faktoren erklären diesen rasanten Anstieg. Zum einen die Fusion der Antwerpener Reederei CMB.Tech mit dem norwegischen Unternehmen Golden Ocean im vergangenen Jahr. Zum anderen die Abschaffung der sogenannten Quellensteuer auf Zahlungen im Zusammenhang mit der Nutzung materiellem beweglichem Vermögen.
„Dies erhöht die Attraktivität der belgischen Flagge unmittelbar, was sich in den Zahlen widerspiegelt“, heißt es in dem Bericht.
„Wir alle wissen, woher wir kommen. Die belgische Flotte war fast vollständig unter luxemburgischer und anderen, exotischeren Flaggen registriert. Wir haben die Folgen gesehen: weniger Expertise, weniger Arbeitsplätze, weniger Einfluss und vor allem geringere Staatseinnahmen“, sagte der KBRV-Vorsitzende Marc Nuytemans am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung seines Verbandes. „Die gesamte Wertschöpfung des belgischen maritimen Clusters lag damals unter 400 Mio. €. Heute liegen wir bei fast 6 Mia. €.“
