Das Goethe-Institut in Brüssel und die Universität Antwerpen (UAntwerpen) unterzeichnen in der vergangenen Woche eine Kooperationsvereinbarung, von der sowohl aktuelle als auch zukünftige Deutschlehrkräfte im belgischen Bundesland Flandern profitieren werden: Ab dem akademischen Jahr 2026/2027 ist das renommierte Fort- und Weiterbildungsprogramm „Deutsch Lehren Lernen“ des Goethe-Instituts Teil des Curriculums.
Ausbildung von Lehrkräften: Das Goethe-Institut Brüssel und die Universität von Antwerpen unterzeichnen Kooperation
Zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland kooperiert das Goethe-Institut mit verschiedenen Universitäten weltweit. In Belgien gibt es bereits Kooperationsvereinbarungen mit den Universitäten in Löwen (KU Leuven) und Louvain-la-Neuve (UCL). Jetzt bündelt das Goethe-Institut Belgien seine Kräfte auch mit der Universität Antwerpen. Diese enge Zusammenarbeit bietet (angehenden) Deutschlehrkräften zusätzliche Vorteile.
Im Fokus steht dabei das Aus- und Fortbildungsprogramm „Deutsch Lehren Lernen“ (DLL). Es basiert auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich Deutsch als Fremdsprache und bietet einen innovativen didaktischen Ansatz für die Lehrkräfteausbildung. Studierende der Pädagogischen Master für Sprachen an der Universität Antwerpen können ab dem akademischen Jahr 2026/2027 zwei Module aus diesem Programm belegen.
Fortbildung für Lehrkräfte
„Angehende Lehrkräfte vertiefen sich mithilfe des hochwertigen Studienmaterials des Goethe-Instituts in die Didaktik des Deutschen als Fremdsprache”, sagt Tom Smits, Professor für deutsche Linguistik an der Universität Antwerpen. „Wer die Module erfolgreich absolviert, erhält ein Zertifikat. Diese Zusammenarbeit verknüpft unsere akademische Expertise mit einem globalen Netzwerk, das sich stark für Mehrsprachigkeit und Kultur engagiert.”
Die beiden Module erweitern die Fähigkeiten der angehenden Lehrkräfte im Bereich Didaktik und Methodik des Deutschen als Fremdsprache. Außerdem übernimmt das Goethe-Institut die Schulung der Dozentinnen und Dozenten, sodass sie die Teilnehmenden im Verlauf des Programms optimal begleiten können.
Die Position der deutschen Sprache stärken
Die Zusammenarbeit umfasst jedoch nicht nur Angebote für heutige Studierende. Auch Lehrkräfte, die bereits in der Sekundarstufe unterrichten, können an Fortbildungsseminaren teilnehmen, die auf dem Programm „Deutsch Lehren Lernen“ basieren. Das an die Universität Antwerpen angegliederte Zentrum für Weiterbildung im Bildungsbereich (‘Centrum Nascholing Onderwijs‘) veranstaltet diese Fortbildungsseminare in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belgien.
„Wir freuen uns sehr, die Universität Antwerpen als einen wertvollen neuen Partner in unserem belgischen Hochschulkooperationsnetzwerk begrüßen zu dürfen. Die Zusammenarbeit geht weit über die Integration der DLL-Module hinaus: Gemeinsam möchten wir neue Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Deutschlehrkräften setzen, den Austausch zwischen Hochschule und Unterrichtspraxis fördern und die Stellung des Deutschen in Belgien weiter stärken.", sagt Yvonne Klietz, Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Belgien.
Dr. Julia Sattler, Direktorin des Goethe-Instituts Belgien, und Prof. Chris Van Ginneken, Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten der Universität Antwerpen, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung in der vergangenen Woche im Rahmen eines Festakts im Hof van Liere auf dem Stadtcampus der Universität Antwerpen in Anwesenheit des deutschen Botschafters.
Infos unter: www.goethe.de/de/spr/
Quelle: Pressemitteilung des Goethe-Instituts Belgien in Brüssel
