Das Bauunternehmen Smulders aus Arendonk in der Provinz Antwerpen beteiligt sich am Bau einer Offshore-Stromstation für den deutschen Netzbetreiber 50Hertz, eine Tochtergesellschaft des belgischen Hochspannungs-Netzbetreibers Elia. Den Auftrag zum Bau einer Plattform in der Nordsee, die Strom von Offshore-Windkraftanlagen an Land bringt, vergab 50Hertz an ein Konsortium.
Belgisches Unternehmen hilft beim Bau einer Offshore-Stromstation für Deutschland
Dieses Konsortium besteht aus Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables (NSORe), einem Joint Venture der deutschen Neptun Werft und des belgischen Bauunternehmens Smulders.
Das Konsortium errichtet eine Offshore-Plattform, auf der der Wechselstrom der Offshore-Windkraftanlagen in Gleichstrom umgewandelt wird. Dieser Strom wird dann über Seekabel zum Festland geleitet, dort in einem weiteren Transformator (ebenfalls Teil des Auftrags) wieder in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist.
Smulders ist für das Stahlfundament der Offshore-Plattform verantwortlich. Es wird auf der Smulders-Werft im niederländischen Vlissingen gebaut.
Mit der Offshore-Anbindungsstation „North Sea Connector 2“ können bis zu 2 Gigawatt Strom an Land gebracht werden. Die Anlage soll bis Ende 2034 fertiggestellt sein. 50Hertz verhandelt weiterhin mit NSORE über eine zweite, ähnliche Plattform. „Die beiden Projekte zusammen würden NSORE ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro bescheren“, so 50Hertz.
Smulders beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 2.400 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört zum französischen Konzern Eiffage.
