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Belgiens Nordseeministerin Verlinden und der britische Staatssekrär für Energiesicherheit, Alan Whitehead

Belgien und Großbritannien unterzeichnen Abkommen zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung

Belgien und Großbritannien haben ein Abkommen über den Transport und die dauerhafte Speicherung von CO₂ unterzeichnet. Die Absichtserklärung, die als wichtiger Schritt zur Etablierung eines Marktes für CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCS) gilt, wurde am Dienstag in der britischen Botschaft in Brüssel unterzeichnet.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das Abkommen zwischen den beiden Ländern zielt darauf ab, ein wichtiges regulatorisches Hindernis zu überwinden, indem es gemäß dem Londoner Protokoll zur Verhütung der Meeresverschmutzung den Import und Export von CO₂ zur dauerhaften geologischen Speicherung ermöglicht.

Es soll grenzüberschreitende Projekte fördern und für mehr Rechtssicherheit in der belgischen und britischen Industrie sorgen. Projekte könnten die Speicherung von in Belgien oder anderen Ländern emittiertem CO₂ im Meeresboden der Nordsee umfassen. Der Transport des CO₂ kann über bestehende oder zukünftige Pipelines oder per Schiff erfolgen.

„Ein entscheidender Schritt“

Das Abkommen wurde vom britischen Staatsminister für Energiesicherheit, Alan Whitehead (Labour), und der belgischen Ministerin für die Nordsee, Annelies Verlinden (CD&V, flämische Christdemokraten), unterzeichnet (Foto oben). Auch die Energieminister aus den belgischen Regionen – Flandern und die Wallonie - waren dabei anwesend.

„Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Transport von CO₂ aus anderen Ländern zu Speicherstätten in Großbritannien zu ermöglichen“, sagte Whitehead. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Belgien wird dazu beitragen, einen Markt für CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung zu entwickeln und Wachstumschancen auf beiden Seiten des Ärmelkanals zu eröffnen.“

Belgien fordert einen europäischen Rahmen in Sachen Emissionshalden mit den Briten

Dies ist das erste Abkommen dieser Art, das Großbritannien im Rahmen des Londoner Protokolls mit einem anderen Land unterzeichnet hat. Belgien hat bereits Abkommen mit Norwegen, den Niederlanden und Dänemark getroffen, sagte Verlinden, die eine Schaffung eines europäischen Rahmens zur Erleichterung der Zusammenarbeit mit Großbritannien forderte. Seit dem Austritt aus der EU nimmt Großbritannien nicht mehr am europäischen Emissionshandelssystem teil.

Trotz der hohen Kosten gelten CO₂-Abscheidung und -Speicherung als entscheidende Lösungen für die Dekarbonisierung bestimmter Industriezweige, die sich nur schwer oder gar nicht vollständig dekarbonisieren lassen, wie beispielsweise die Chemie-, Stahl- und Zementindustrie.

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