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Das Interesse an Nachrichten in Flandern sinkt weiter

Fast jeder Fünfte in Flandern gibt laut einer neuen Studie des Forschungsinstituts Imec-Smit-VUB an, kein Interesse an Nachrichten zu haben. Vor zehn Jahren waren es nur 4 %. Die Studie ergab außerdem, dass 66 % der Befragten Nachrichten gelegentlich meiden, im Vergleich zu 48 % vor zehn Jahren.

Andreas Kockartz
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Experten führen dies auf den zunehmenden Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Menschen zurück, da Apps wie Netflix und TikTok nur einen Klick weit entfernt sind. Sie vermuten zudem, dass jahrelange Krisen und negative Schlagzeilen viele Menschen nachrichtenmüde gemacht haben.

Ältere Menschen interessieren sich im Allgemeinen weiterhin mehr für Nachrichten als jüngere Generationen. Die Forscher stellten jedoch fest, dass die 18- bis 24-Jährigen mittlerweile mehr Interesse an Nachrichten zeigen als die 25- bis 34-Jährigen - ein ungewöhnlicher Trend. Die Experten vermuten, dass dies mit veränderten Lebensumständen zusammenhängt: Viele Menschen gründen später im Leben Familien und bauen später erst eine Karriere auf.

Sinkendes Vertrauen

Auch das Vertrauen in Nachrichten ist gesunken, insbesondere seit der Covid-19-Pandemie, wie diese Studie belegt. Die Hälfte der Flamen gibt an, KI-Chatbots nicht zu vertrauen, und auch das Vertrauen in Nachrichten in sozialen Medien ist gering.

Insgesamt vertrauen 49 % der Menschen in Flandern den Nachrichten, verglichen mit 28 % im französischsprachigen Belgien. Die Studie ergab außerdem, dass nur 13 % der Flamen für Nachrichten bezahlen, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Forscher führen die geringere Zahlungsbereitschaft in Flandern darauf zurück, dass Nachrichten im Fernsehen und Radio weitgehend kostenlos verfügbar sind.

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