Flandern benötigt bis 2050 450.000 zusätzliche Wohnungen, um der alternden Bevölkerung und der wachsenden Zahl kleinerer Haushalte gerecht zu werden. Eine Arbeitsgruppe der Landesregierung hat jetzt ihre ersten Empfehlungen vorgelegt, die die Kommunen bei der besseren Koordinierung von Wohnungsbau-, Raumplanungs- und Mobilitätspolitik unterstützen sollen. Wohnungsbauminister Hans Bonte (Vooruit, flämische Sozialisten) und Umweltminister Jo Brouns (CD&V, flämische Christdemokraten) gaben die Pläne Ende letzter Woche bekannt.
Flandern präsentiert einen ersten Plan für den Bau von 450.000 zusätzliche Wohnungen bis 2050
Die flämische Landesregierung hatte im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe für Wohnungsbau und Raumplanung eingerichtet, die verschiedene Akteure wie den Architekten der flämischen Regierung, den sozialen Wohnungsbau und die Bauwirtschaft vereint. Diese Arbeitsgruppe hat jetzt sieben Empfehlungen vorgelegt, die den Bau der zusätzlichen Wohnungen unter Berücksichtigung von Raumplanung, Wasserwirtschaft sowie Natur- und Umweltschutz unterstützen sollen.
Zu den Vorschlägen gehört die Entwicklung verbesserter Dateninstrumente, um sowohl den Kommunen als auch der flämischen Regierung ein klareres Bild des Wohnungsbedarfs, der Bezahlbarkeit und der Auswirkungen der veränderten Bauweise zu vermitteln. Die Arbeitsgruppe fordert außerdem neue Maßnahmen zur Förderung von bezahlbarem Wohnraum, darunter mehr günstige Mietwohnungen und eine aktivere Boden- und Immobilienpolitik.
In konkrete Maßnahmen umsetzen
Die Empfehlungen schlagen Sanierungsvereinbarungen für gut gelegene Grundstücke, leerstehende Gebäude und Bahnhofsgelände vor und sehen eine stärkere Unterstützung der Kommunen bei der integrierten Planung von Wohnraum, Mobilität, Wasserwirtschaft und Grünflächen vor. Die flämische Regierung wird die Empfehlungen in naher Zukunft in konkrete politische Maßnahmen und Verordnungen umsetzen.
„Wir müssen massiv bezahlbaren Wohnraum schaffen, wenn wir Wohnraum weiterhin bezahlbar halten wollen“, sagte Wohnungsbauminister Bonte. „Es ist wichtig, dass wir dies an strategischen, gut gelegenen Standorten tun und nicht jede Grünfläche in Flandern bebauen. Dank der Arbeitsgruppe können wir nun einen soliden Plan für nachhaltiges Wohnen vorlegen.“
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