Laut einer Studie der Bank ING wurden schätzungsweise 5.000 Wohnungen in Brüssel, Antwerpen und Gent vom regulären Wohnungsmarkt genommen, weil sie über Airbnb vermietet werden. Diese Zahl entspricht rund 0,8 % des Mietwohnungsbestands in den drei Städten. Diese Wohnungen stehen aufgrund von Kurzzeitvermietungen für Dauermieter nicht mehr zur Verfügung steht.
Airbnb nimmt 5.000 Wohnungen aus dem Wohnungsmarkt in Belgiens drei größten Städten in Beschlag
„Dieser Anteil dürfte sogar noch höher liegen, wenn wir andere Plattformen wie Booking.com und Expedia mit einbeziehen“, sagte Alissa Lefebre, Volkswirtin bei ING. Laut Lefebre zeigen die Ergebnisse der Studie, dass Kurzzeitvermietungen zwar den Wohnungsmarkt unter Druck setzen, aber nicht die Hauptursache für die Wohnungsknappheit sind. Die Rückführung von Airbnb-Immobilien auf den langfristigen Mietmarkt allein würde das Problem nicht lösen.
Die ING argumentiert hingegen, dass umfassendere strukturelle Probleme angegangen werden müssten. „Das bedeutet vor allem, dass das Wohnungsangebot besser auf die sich ändernde Nachfrage reagieren muss, unter anderem durch die Förderung und Unterstützung von Wohnbauprojekten mit kleineren Wohneinheiten“, sagte Lefebre.
Sie betonte außerdem, wie wichtig es sei, ein stabiles Investitionsklima zu erhalten und sicherzustellen, dass neue Vorschriften zur Wohnqualität und Energieeffizienz das verfügbare Wohnungsangebot nicht unbeabsichtigt verringern.
#FlandersNewsService
