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König Philippe sprach in einigen Zellen auch mit Häftlingen
Inland
Justiz

König Philippe besuchte das Antwerpener Gefängnis: Seine Rede zur Überbelegung der Zellen war kein leeres Versprechen

Belgiens König Philippe besuchte am Dienstagnachmittag das Gefängnis in der Begijnenstraat in Antwerpen. Der Monarch nimmt die in seiner Neujahrsansprache angesprochene Überbelegung in den belgischen Haftanstalten offenbar ernst. Der Monarch verbrachte rund zweieinhalb Stunden in dem Gefängnis und sprach mit Häftlingen und Mitarbeitern und traf sich auch mit der Gefängnisleitung.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Mit seinem Besuch im Antwerpener Gefängnis, dessen Geschichte bis ins Jahr 1855 zurückreicht, setzt König Philippe seine Neujahrsansprache in die Tat um.

Darin hatte er die beklagenswerten Zustände in belgischen Gefängnissen angeprangert. Der Monarch sagte: „Die Menschenwürde und der Schutz, auf den die Bürger Anspruch haben, enden nicht an den Gefängnistoren. Ich weiß, dass die Regierung sich dessen bewusst ist. Daher appelliere ich an die politischen und juristischen Behörden, das Problem der Überbelegung entschieden zu lösen.“ 

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Das Gefängnis der Hafenmetropole Antwerpen hat eine Kapazität von 439 Häftlingen, aber derzeit sind dort rund 700 Verurteilte untergebracht.

Der Besuch des Königs im Gefängnis hat vor allem symbolischen Charakter. Aufgrund von Überbelegung schlafen in unserem Land 704 Inhaftierte auf Matratzen dem Zellenboden, 67 davon alleine in Antwerpen. Ein brandneues Gefängnis in Antwerpen, nur fünf Autominuten vom Justizpalast entfernt, ist fertiggestellt, steht aber derzeit wegen eines technischen Problems mit dem Sicherheitssystem und aufgrund von Personalmangel leer…

Im alten Gefängnis von Antwerpen
So sieht das Gefängnis von außen aus

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