In der Frage zum Verhältnis zwischen dem Ausbau der Windenergie in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien und der Schaffung von Drohnentestgebieten durch den belgischen Staat fordern die Grünen von Ecolo einen politischen Dialog zwischen der DG, der Wallonischen Region und dem föderalen Verteidigungsministerium. Dies melden unsere Kollegen des deutschsprachigen Rundfunks BRF in Eupen.
Ostbelgiens Grüne fordern einen Dialog: Windenergie oder Drohnentestgebiete?
"Ohne transparente Planung droht die Energiewende an neuen Sperrzonen zu scheitern", ließ der ostbelgische Regionalabgeordnete Freddy Mockel von Ecolo verlauten. Im Süden der DG drücke zusehends die Armee auf die Bremse, heißt es in der Mitteilung.
Die Armee plant am Truppenübungsplatz von Elsenborn in der Eifekl in Ostbelgien offensichtlich ein Drohnentestgebiet. Das wiederum stört die Pläne einiger Gemeinden im Süden der DG, mit Windkraftanlagen nachhaltige Energie zu produzieren.
Ecolo spricht diesbezüglich von "intransparenten und unverhältnismäßig großen Flächen- und Luftraumreservierungen für Drohnentestgebiete, denen Windkraftprojekte zum Opfer fallen." Die Energiewende brauche Verlässlichkeit, so Mockel. "Wer neue Ausschlusszonen schafft, muss deren Auswirkungen offenlegen und gemeinsam nach Lösungen suchen", betonte der Fraktionschef von Ecolo im DG-Parlament.
Er forderte: "Dafür muss die wallonische Regierung auch gegenüber der föderalen Ebene Tacheles reden, diese Informationen einfordern und sie allen Betroffenen transparent zugänglich machen."

