Der diesjährige Königin-Elisabeth-Wettbewerb für Musik widmete sich dem Cello. Gewinner dieses erst zum dritten Mal diesem Instrument gewidmeten Wettbewerbs ist der junge Italiener Ettore Pagano (23, Foto). Er konnte die Jury von sich und seinem Spiel überzeugen und darf jetzt vier Jahre lang das legendäre Goffriller-Cello aus dem Jahr 1710 von Pablo Casals nutzen.
Königin-Elisabeth-Wettbewerb für Cello: Gewonnen hat der Italiener Ettore Pagano
Pagano begann seine Ausbildung am Cello in Rom, studiert aber derzeit in Berlin. Im Finale brachte er „Symfonia concertante“ von Sergeij Prokoview (Video unten). Mit seiner Interpretation dieses Werks konnte er sowohl die Fachjury, als auch das Publikum im Saal des Brüsseler Kulturpalastes Bozar überzeugen. Nach seinem Auftritt gab es langanhaltende stehende Ovationen.
Ettore Pagano darf nicht nur in den kommenden vier Jahren das legendäre „Casals-Cello“ bespielen, sondern er gewann auch den mit 25.000 € dotierten Königin-Mathilde Preis. Pagano überzeugte übrigens auch die Musiker des begleitenden Belgischen National-Orchesters. Bram Nolf, Oboe, schrieb laut der flämischen Tageszeitung De Morgen in seinem Blog: „Was für einen unglaublichen großer und schönen Klang hat dieser Junge auf seinem Instrument! Das ist kein Cello, das ist eine Kathedrale!!!“
Sehr hohes Niveau bei den jungen Cellisten
Der zweite Platz ging an die 20jährige Südkoreanerin Tae-Yeon Kim, die sowohl mit dem Pflichtwerk „Four Odes to the Tidings of Flowers“ von Fang Man, als auch mit ihrer Interpretation der Cello-Konzerte von Witold Lutoslawski überzeugen konnte. Sie bekommt dafür 20.000 €. Kim erhielt aber auch den vom VRT-Klassiksender Klara und von VRT-Max ausgeschriebenen Publikumspreis der TV-Zuschauer und der Radiohörer.
Den mit 17.000 € dotierten dritten Preis erhielt Leland Ko (amerikanische und kanadische Staatsbürgerschaft) und Rang 4 (12.500 €) ging an den Spanier Alvaro Logano Cames. Dieser dritte KEW für Cello unterstrich das sehr hohe Niveau der heutigen Generation junger Cellisten stellten Fachleute, Beobachter, das Publikum und nicht zuletzt auch die Jury fest. Dies zeigte sich bereits in den ersten Finalrunden in den vergangenen Wochen…

