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Inland
Wirtschaft

Inflation in Belgien bleibt unverändert hoch

Die belgische Inflation ist im Mai nahezu stabil geblieben. Infolge der höheren Energiepreise bleibt sie jedoch mit 4,08 Prozent weiterhin vergleichsweise hoch. Das geht aus Zahlen des Statistikamts Statbel hervor.

Jens Van Reet Belga
Veröffentlicht:

Im April hatte sich die Inflation bereits deutlich von 1,65 Prozent im März auf 4,01 Prozent beschleunigt, angetrieben durch den Krieg im Nahen Osten und die gestiegenen Energiepreise. Diese lagen im vergangenen Monat 10,58 Prozent höher als ein Jahr zuvor; im Mai erhöhte sich dieser Unterschied weiter auf 11,2 Prozent.

So ist Diesel mehr als ein Drittel teurer als vor einem Jahr, Benzin ein Viertel. Bei Erdgas beträgt die Inflation auf Jahresbasis 10,1 Prozent, bei Strom 2,9 Prozent.

Andere Produkte und Dienstleistungen, die deutlich teurer sind als im Mai vergangenen Jahres, sind etwa Flugtickets (+69,1 Prozent) infolge des teureren Kerosins sowie externe Datenspeicher (+30,4 Prozent) aufgrund der höheren Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Auch Ferienparks und Campingplätze (+20 Prozent) sowie Pauschalreisen (+18,4 Prozent) kosten deutlich mehr, ebenso wie Medikamente (+16,8 Prozent).

Verglichen mit April ist insgesamt jedoch ein äußerst leichter Rückgang der Preise für Waren und Dienstleistungen zu verzeichnen: Der Verbraucherpreisindex sank im Mai um 0,08 Prozent. Dabei gingen auch die Energiepreise zurück: bei Erdgas um 7,3 Prozent, bei Strom um 4,4 Prozent und bei Kraftstoffen um 0,6 Prozent. Zudem sind beispielsweise auch Autos sowie Gemüse und Obst etwas günstiger als vor einem Monat.

Pauschalreisen (+2,8 Prozent), Ferienparks und Campingplätze (+9 Prozent), die Müllabfuhr (+16,2 Prozent) und Mieten (+0,6 Prozent) verzeichneten hingegen Preissteigerungen gegenüber April.

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