Beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb hat in dieser Woche die Finalrunde begonnen. Noch bis Samstag treten jeden Abend jeweils zwei der zwölf Finalistinnen und Finalisten im Palais des Beaux-Arts auf. Begleitet werden sie vom Belgian National Orchestra unter der Leitung des niederländischen Dirigenten Antony Hermus.
Wie es die Tradition des Wettbewerbs vorsieht, mussten sich die Finalisten mehrere Tage lang in die Musikkapelle Königin Elisabeth zurückziehen. Dort bereiteten sie ohne Kontakt zur Außenwelt das Pflichtwerk vor, das eigens für das Finale komponiert wurde. In diesem Jahr stammt das Werk von der chinesisch-amerikanischen Komponistin Fang Man und trägt den Titel „Four Odes to the Tidings of Flowers“.
Die rund zwanzigminütige Komposition verbindet musikalische Bilder der vier Jahreszeiten mit chinesischen Einflüssen. Besonderheit des Werkes: Die Kandidatinnen und Kandidaten dürfen selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die vier Teile spielen. Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Interpretationen.
Neben dem Pflichtstück präsentiert jeder Finalist außerdem ein Konzert seiner Wahl. Die Bekanntgabe des Gewinners oder der Gewinnerin erfolgt am Samstagabend nach den letzten Darbietungen.
Die zwölf Finalisten und ihre Wahlwerke
Maria Zaitseva — Henri Dutilleux: Tout un monde lointain
Lionel Martin — Antonín Dvořák: Concerto n. 2 in b op. 104 B 191
Yo Kitamura — Sergey Prokofiev: Sinfonia concertante op. 125
Ivan Sendetsky — Dmitry Shostakovich: Concerto n. 1 in Es op. 107
Ettore Pagano — Sergey Prokofiev: Sinfonia concertante op. 125
Clara Dietlin — Sergey Prokofiev: Sinfonia concertante op. 125
Dilshod Narzillaev — Dmitry Shostakovich: Concerto n. 1 in Es op. 107
Álvaro Lozano Cames — Dmitry Shostakovich: Concerto n. 1 in Es op. 107
Leland Ko — Samuel Barber: Concerto in a op. 22
Krzysztof Michalski — Dmitry Shostakovich: Concerto n. 1 in Es op. 107
Andrew Ilhoon Byun — Henri Dutilleux: Tout un monde lointain
Tae-Yeon Kim — Witold Lutoslawski: Concerto

