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Hilfsflug ab Lüttich: 100 Tonnen europäische Hilfsgüter auf dem Weg ins Ebola-Gebiet im Osten Kongos

Am Montagabend startete am Flughafen von Lüttich (Archivfoto) ein Flugzeug mit 100 Tonnen europäischer Hilfsgüter für den Ostkongo an Bord. Die Europäische Kommission hat dem Kongo und dem Nachbarland Uganda zusätzliche 15 Mio. € für humanitäre Hilfe bereitgestellt.

Andreas Kockartz
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Das Flugzeug hob am Montagabend vom Lütticher Regionalflughafen in Bierset mit 100 Tonnen Hilfsgütern an Bord ab. Ziel des Fluges ist Ostkongo, eine Region im Kongo, die von einer neuen Ebola-Epidemie heimgesucht wird. Die Hilfsgüter umfassen Medikamente, Schutzausrüstung für die Hilfskräfte, Desinfektionsmittel, Zelte und spezielle Ausrüstung für die Behandlungsteams.

Vor einigen Tagen hatte die EU-Kommission der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda zusätzlich 15 Mio. € humanitäre Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie bewilligt. Die Kommission charterte zudem das  Flugzeug, das jetzt mit Hilfsgütern von Belgien aus gestartet ist.

Nach einem Zwischenstopp in Nairobi (Kenia) wird die Maschine am Dienstag ihr endgültiges Ziel in der kongolesischen Provinz Ituri erreichen.

„Solidarische Reaktion“

Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Krisenmanagement und ehemalige belgische Außenministerin, beobachtete den Start der Maschine am Montagabend in Lüttich. Ihrer Ansicht nach sei eine solidarische Reaktion der Europäischen Union mit dieser von Ebola betroffenen Region im Zentrum Afrikas notwendig: „Diese Epidemie stellt eine nationale und regionale Bedrohung dar und verdient volle internationale Aufmerksamkeit.“

Da es bisher weder einen Impfstoff noch eine gezielte Behandlung zur Bekämpfung von Ebola gibt, ist es unerlässlich, die Ausbreitung der Epidemie so weit wie möglich einzudämmen, glaubt man in Europa. Derzeit gibt es Berichten zufolge mehr als 900 bestätigte Fälle, zahllose Verdachtsfälle und schon 220 Todesfälle im Kongo und in Uganda.

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