Bei den Filmfestspielen in Cannes haben die beiden Hauptdarsteller aus dem Film "Coward" des flämischen Regisseurs Lukas Dhont, Emmanuel Macchia und Valentin Campagne, den Preis als beste Schauspieler gewonnen. Doch auch die Schauspielerin Virginie Efira aus Brüssel und der belgisch-französische Filmemacher Emmanuel Marre wurden auf der „Croisette“ in Cannes mit Preisen bedacht.
Belgien wieder erfolgreich bei den Filmfestspielen von Cannes
Der dritte Langspielfilm von Dhont erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Soldaten während des Ersten Weltkriegs. Im Jahr 1916 ist Pierre (gespielt von Emmanuel Macchia) gerade zu den Truppen an der belgischen Front gestoßen, voller Eifer, sich zu beweisen. In einer Versorgungs- und Nachschub-Einheit organisiert Francis (gespielt von Valentin Campagne) Vorführungen, um die Moral der Soldaten aufrechtzuerhalten. Während die Kämpfe toben, versucht jeder, der Brutalität des Krieges zu entfliehen.
Die Brüsselerin Virginie Efira wurde gemeinsam mit ihrer Partnerin Tao Okamoto für ihre Rolle in dem japanischen Film "All of a sudden" aus beste Schauspielerin ausgezeichnet. Der Film ist eine Koproduktion der Lütticher Produktionsfirmen Tarantula und Gapbusters.
Virginie Efira spielt Marie-Lou, die Leiterin eines Seniorenheims, die eine innovative Pflegephilosophie umsetzen möchte, die auf Zuhören und Respekt vor der Würde der Bewohner basiert. Ihre Begegnung mit Mari, einer japanischen Regisseurin, die gegen Krebs kämpft, wird ihr Leben für immer verändern. Diese Produktion basiert auf dem bewegenden Briefwechsel zwischen Maoko Miyano, einer an Brustkrebs im Endstadium erkrankten Philosophin, und der Anthropologin Maho Isono.
Der belgisch-französisch Filmemacher Emmanuel Marre erhielt für "Notre Salut" den Preis für das beste Drehbuch. Der von Michigan Films produzierte und vom Filmzentrum der Föderation Wallonie-Brüssel unterstützte Spielfilm spielt in der Zeit Vichy-Regimes während des Zweiten Weltkriegs und erzählt die Geschichte von Emmanuel Marres Großvater, einem Kollaborateur. Der Regisseur drehte in Frankreich sowie an verschiedenen Orten in Brüssel.
