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Inland
Wirtschaft

Im vergangenen Jahr wurde die niedrigste Zahl an ausländischer Investitionen in Belgien seit 2014 registriert

Die Zahl der ausländischen Neuinvestitionen in Belgien sank 2025 um 11 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2014. Mit 187 Projekten belegt Belgien jedoch weiterhin den achten Platz im jährlichen europäischen Attraktivitätsbarometer der Unternehmensberatung EY (Ernest&Young). Auffällig ist aber, dass die Zahl der durch diese Investitionen geschaffenen Arbeitsplätze weiter gestiegen ist.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Belgien ist mit diesem Trend eines weiteren Rückgangs ausländischer Investitionsprojekte nicht allein. Auf dem gesamten europäischen Kontinent sank die Zahl der ausländischen Direktinvestitionen um 7 % auf 5.026 – den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre.

Die Gründe dafür sind bekannt: Anhaltende geopolitische Spannungen, Handelsunsicherheit aufgrund steigender Importzölle, hohe und volatile Energiepreise sowie ein schwaches Wirtschaftswachstum belasten den Zufluss neuer Investitionen.

In diesem Kontext haben die größten Investitionsstandorte die härtesten Einbußen hinnehmen müssen. Man denke an Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Aber auch Belgien verzeichnete einen überdurchschnittlich starken Rückgang.

Die durch neue Investitionen geschaffenen Arbeitsplätze gingen in Europa im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 25 % zurück. Belgien bildet hier eine Ausnahme und verzeichnet den zweiten Anstieg in Folge: ein Plus von 13 % auf 6.094 Arbeitsplätze. Dieser zweite Anstieg folgt jedoch auf einen deutlichen Rückgang im Jahr 2023.

Was sagt man bei Ernest&Young zu dieser Entwicklung?

Für Tristan Dhondt (EY-Parthenon) durchlebt Europa eine schwierige Phase: „Unsicherheit ist zu einem strukturellen Faktor bei Investitionsentscheidungen geworden, sei es aufgrund geopolitischer Entwicklungen, Energiepreisentwicklungen oder Handelsspannungen. Unsicherheit ist zu einem strukturellen Faktor bei Investitionsentscheidungen geworden.“

Auch Steven Claes, CEO von EY Belgien, verwies auf die Handelspolitik der USA, Belgiens wichtigstem ausländischen Investor, unter der Regierung von Präsident Donald Trump: „Amerikanischen Unternehmen wurde klar vorgegeben, dass sie vorrangig in Amerika investieren sollten.“ Die Auswirkungen davon seien nicht nur in Belgien, sondern in ganz Europa spürbar, sagte Claes, z.B. bei Pharmaunternehmen.

#FlandersNewsService

In Belgien ist u.a. die Pharmaindustrie betroffen

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