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Gesundheit

Die Ärzte der Welt impften 86 Obdachlose am Brüsseler Südbahnhof gegen Diphtherie

In der Nähe des Brüsseler Bahnhofs Süd/Midi wurden kürzlich mehrere Diphtheriefälle festgestellt. Die Hilfsorganisation Ärzte der Welt hat daher 86 gefährdete Personen in der Umgebung des Bahnhofs geimpft. 

Andreas Kockartz Belga
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Zwischen Januar und April wurden fünf Fälle von Hautdiphtherie bei Obdachlosen im Gebiet um den Bahnhof festgestellt. „Diphtherie ist eine hoch ansteckende Hautinfektion. Sie wird von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt mit infizierten Wunden oder über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung übertragen“, erklärte Anya Despreaux von Ärzte der Welt.

Viele Obdachlose und andere schutzbedürftige Menschen, die keinen Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung haben, sind einem höheren Risiko für bestimmte Infektionskrankheiten ausgesetzt. Die Organisation richtete daher in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen zwischen dem 18. April und dem 18. Mai feste und mobile Impfstellen ein. Insgesamt wurden 86 gefährdete Personen im Gebiet um den Südbahnhof geimpft.

Gleichzeitig waren Streetworker und Teams von anderen sozialen Organisationen aus der Hauptstadt-Region in der Brüsseler Gemeinde Saint-Gilles, an die der Bahnhof Süd/Midi grenzt unterwegs, um gefährdete Bevölkerungsgruppen über die Impfungen zu informieren und das Bewusstsein auch bei ihnen dafür zu schärfen. 

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