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Etwa die Hälfte aller Belgier nutzt nie die öffentlichen Verkehrsmittel

Fast die Hälfte der Belgier nutzt nie öffentliche Verkehrsmittel. Dies geht aus einer Studie des deutschen Forschungsinstituts Öko hervor, die von Greenpeace veröffentlicht wurde. Nur ein Viertel der belgischen Bevölkerung nutzt hier regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) Busse und/oder Bahnen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Hauptgrund für die geringe Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Belgien sind die langen Fahrzeiten. Rund 8 % der Befragten ignorieren den ÖPNV daher komplett. Damit schneidet Belgien fast doppelt so schlecht ab wie der EU-Durchschnitt und landet auf dem vorletzten Platz. Nur Slowenien schneidet noch schlechter ab.

Der öffentliche Nahverkehr ist zudem in Belgien, z.B. in ländlichen Gebieten, teilweise gar nicht vorhanden oder die Frequenzen von Bussen und Bahnen - auch bei der Erreichbarkeit von kleineren Städten - sind zu gering. Hier verzichten hierzulande deutlich mehr Menschen wegen den zu langen Reisezeiten auf Busse und Bahnen als im EU-Durchschnitt.

In Kleinstädten betrifft das 10,6 % der potentiellen Nutzer, in ländlichen Gebieten 8,7 %. EU-weit liegen die entsprechenden Werte nur bei 3,5 % bzw. bei 2,8 %.

Ein weiteres Problem ist die Barrierefreiheit. Auch hier schneidet Belgien nicht gut ab, obwohl der Unterschied zum europäischen Durchschnitt geringer ist. 4,6 % der Belgier verzichten auf den ÖPNV wegen einer schlechten Zugänglichkeit. Vor allem Menschen über 65 (11,8 %) haben Schwierigkeiten mit der Barrierefreiheit.

Der einzige Indikator, bei dem Belgien gut abschneidet, ist die Bezahlbarkeit bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für lediglich 1,7 % der Belgier ist der Fahrpreis ein Ausschlusskriterium.

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