Der belgische Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés, frankophone Zentrumspartei) hat den israelischen Botschafter einbestellt, nachdem er Bilder als „sehr verstörend“ bezeichnet hatte, die die „Behandlung“ von Aktivisten zeigen, die nach dem Abfangen der „Global Sumud-Flottilla“ durch Israel festgenommen wurden. Der Hilfskonvoi sollte humanitäre Hilfe nach Gaza bringen. Inzwischen können die 7 belgischen Aktivisten, die in Israel festgenommen wurden, nach Hause zurückkehren. Sie wurden mit einer Chartermaschine in die Türkei ausgeflogen.
Belgien bestellt israelischen Botschafter wegen „sehr verstörender“ Bilder von festgenommenen Gaza-Flotten-Aktivisten ein
„Menschen werden gefangen gehalten, gefesselt, mit dem Gesicht nach unten gedrückt, und ein Minister verbreitet diese Demütigungen über soziale Medien“, schrieb Prévot auf X und bezog sich dabei auf Aufnahmen, die der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir online geteilt hatte.
„Unter den Gefangenen befinden sich auch belgische Staatsbürger. Diese Situation ist inakzeptabel und verstößt gegen die grundlegenden Prinzipien der Menschenwürde“, fügte der Minister hinzu: „Alle Inhaftierten müssen mit Würde behandelt und unverzüglich freigelassen werden.“ Prévot sagte, belgische Diplomaten seien angewiesen worden, „so schnell wie möglich“ konsularischen Zugang zu den inhaftierten Belgiern zu gewährleisten. „Ihre Rechte müssen garantiert werden“, sagte er.
„Willkommen in Israel“
Das von Ben-Gvir geteilte Videomaterial scheint zu zeigen, wie Aktivisten nach dem Abfangen der Flottille im israelischen Hafen von Aschdod an Land gebracht werden. Mehrere Personen sind in Handschellen zu sehen, wie sie mit dem Kopf zum Boden knien. In einer Szene wird eine Person, die „Freies Palästina!“ ruft, zu Boden gerungen. „So begrüßen wir diejenigen, die den Terror unterstützen. Willkommen in Israel“, schrieb Ben-Gvir zu dem Video.
Laut der israelischen Zeitung Haaretz wurde das Videomaterial aufgenommen, nachdem die Aktivisten in Gewahrsam genommen worden waren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu distanzierte sich von den Bildern und erklärte, das Videomaterial „stehe nicht im Einklang mit den Werten Israels“. Er forderte außerdem, die Aktivisten „so schnell wie möglich“ aus dem Land auszuweisen.
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7 Aktivisten aus Belgien in die Türkei ausgeflogen
Die 7 belgische Aktivisten, die in Israel wegen des Versuchs, humanitäre Hilfe nach Gaza zu liefern, festgenommen wurden, sind am Donnerstagnachmittag mit Charterflügen in die Türkei ausgeflogen worden. Von Istanbul aus können sie dann weiter nach Hause.
