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Pro-palästinensische Aktionen an der Universität Gent eskalieren - Rektorat besetzt - Polizei räumt das Gebäude

Nach Schmierereien in mehreren Gebäuden der Universität von Gent (UGent) in den vergangenen Tagen haben die pro-palästinensischen Aktivitäten dort eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Rund 40 maskierte Aktivisten besetzten am frühen Morgen das Rektorat der Uni. Am Nachmittag begann die Polizei damit, das Gebäude und dessen Umgebung zu räumen. Die Besetzer hatten sich an Bauzäunen vor dem Rektorat angekettet, wurden aber nach und nach losgeschnitten und festgenommen. 

Andreas Kockartz
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Nach wie vor fordern die Aktivisten, die auch mit Zeltlagern in Unigebäuden gegen den Krieg Israels gegen Islamisten in den von Palästinensern bewohnten Gebieten in Nahen Osten, ein Ende der Kooperationen der UGent mit israelischen Einrichtungen. In der aktuellen Phase dauern die Proteste seit etwa 5 Wochen.

Gegen 6 Uhr 15 am Mittwochmorgen drang eine Gruppe von etwa 40 Aktivisten in das Rektorat der Genter Universität ein. Auch hier wurden Zelte aufgeschlagen, Spanntücher aufgehängt und andere Proteste, wie Grafitti an den Wänden, durchgeführt. Dabei wurden auch die Überwachungskameras abgeklebt.

Die Polizei beobachtete die Lage zunächst

Am Vormittag beobachtet die herbeigerufene Polizei die Lage. Hier hieß es am Morgen, dass man mit den Aktivisten den Dialog suchen wolle. Nach Ansicht der Universitätsleitung sei inzwischen allerdings die Grenze des gewaltlosen Protestes überschritten. UGent-Rektorin sagte, dass die Aktivisten nie dialog- oder kompromissbereit gewesen seien. Inzwischen erstattete die Uni Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Am Mittwochnachmittag begann die Polizei mit der Räumung des Rektorats, doch dies verlief eher turbulent. Einige der Besetzer hatten sich an Zäunen rund um das Gebäude festgekettet und musste losgeschnitten werden. Dabei wurden nach Polizeiangaben 42 Aktivisten abgeführt. Bei der Aktion wurde ein Polizist verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Vor dem Gebäude beobachteten rund 100 Personen, die die Aktivisten unterstützten, das Geschehen. 

Die Gründe für die Besetzung 

Die Pro-Palästina-Aktivisten wollen den Druck auf die UGent erhöhen, um alle Kooperationen mit israelischen Einrichtungen zu beenden. Dass die Uni vor einiger Zeit beschlossen hatte, um 5 solcher Partnerschaften mit der israelischen Regierung bzw. Armee nahestehenden Einrichtungen zu beenden, reicht den Aktivisten nicht.

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„Wir machen weiter“

Diese gaben am Morgen zu, gegen Gesetze zu verstoßen, werfen der Uni aber vor, seit Jahren gegen gesetzliche Regeln zu handeln und gegen Abmachungen, die Zusammenarbeit mit Israel zu beenden, zu verstoßen. Ein Sprecher der Aktivisten sagte dazu: „Auf diese Weise trägt die Universität eine Mitschuld am Genozid in Gaza. Wir machen so lange weiter, bis sich etwas verändert.“  

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