Mehrere tausend Flaschen Lachgas sind aus einem Lager in Halle (Provinz Flämisch-Brabant) in der Nähe von Brüssel gestohlen worden. Die Polizei hatte die Flaschen beschlagnahmt, nachdem sie eine Bande zerschlagen hatte, die Lachgas illegal an verschiedenen Orten im ganzen Land verkaufte.
Anfang 2025 leitete die Polizeiregion Brüssel-Hauptstadt-Elsene Ermittlungen wegen großangelegten Lachgashandels ein. Sowohl die Organisatoren als auch mutmaßliche Lagerorte wurden überprüft. Durchsuchungen fanden unter anderem in der Brüsseler Innenstadt, in Anderlecht und Sint-Gillies statt.
Insgesamt wurden damals mehr als 7.000 Lachgasflaschen sichergestellt. Drei Verdächtige wurden festgenommen.
Einer der Lagerorte befand sich in Halle. Die Polizei entschied, die dort beschlagnahmten 6.000 Flaschen mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 300.000 € in der Lagerhalle der Bande zu belassen, wie die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad berichtet. Schließlich birgt das Gas Explosionsgefahr und konnte daher nicht im Gerichtsgebäude gelagert werden, wo beschlagnahmte Waren üblicherweise landen.
Dieses Lager war eigentlich versiegelt, doch die Flaschen sind jetzt verschwunden. Vermutlich wurden sie gestohlen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Das belgische Justizministerium räumt Probleme bei der Lagerung von Lachgas ein. Bislang existiert keine übergreifende Regelung. Die Vorgehensweise ist von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. Jetzt wird daher an einer nationalen Rahmenvereinbarung für die Sammlung und Vernichtung von Lachgasflaschen gearbeitet, wie die Zeitung weiter schreibt.

